Zum emotionalen Erlebnis wurde das Oratoriums „Paulus“ mit der Chorgemeinschaft Dachau und dem Convivium München. Vorne von links: Ulrike Malotta, Anna-Maria Bogner, Rudi Forche, Timo Janzen und Bernhard Schneider. foto: Sch

Göttliche Stimmung verbreitet

Dachau - Mit dem Paulus-Oratorium hat die Chorgemeinschaft Dachau die Perlenkette ihrer glanzvollen Aufführungen vervollständigt.

Der Chor bot Laienkunst auf höchstem Niveau und das Publikum im ausverkauften Schlosssaal belohnte die Mitwirkenden mit frenetischem Applaus und Trampeln. In mehr als 30 Jahren hat Rudi Forche seinen Chor zu einem geschlossenen, gefühlvollen Klangbild und zu großer Deutungsfähigkeit geführt.

Nach Haydns „Schöpfung“ vor zwei Jahren dachte man, eine Steigerung sei kaum möglich. Mit Mendelssohn Bartholdys selten aufgeführtem „Paulus“ setzte die Chorgemeinschaft jedoch einen weiteren Markstein in ihrer Historie. Der Chor erfasste die ganze romantische Stimmungspalette von machtvoll auftrumpfenden Chorpassagen bis hin zu wonnigen Lautmalereien. Dramatischer Höhepunkt war die Ermordung des Stephanus.

Großes Lob verdienen Orchester und Solisten. Das „Convivium Musicum München“ mit Konzertmeister Elmar Billig spielte nicht nur, sondern erfühlte den geistigen Hintergrund der Musik, nämlich die Bekehrung des Jesus-Jüngers, mit jeder Faser. Und die Solisten waren eine wahre Pracht. Schier beglückend war die Stelle, an der sich die Stimmen der vier Solisten zum polyphonen Stimmengeflecht vereinten: „O Jesu Christe, wahres Licht“. Die wiegende Musik der Oboen war von liturgischer Würde. (sch)

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