Der Abräumer: Deutscher Sportkegelmeister Manfred Gojowczyk (l). bekommt von Harald Dirlenbach eine Auszeichnung.

Gojowczyk haut alle um

Vierkirchen - Auf seinem Gebiet ist er der Beste. Der Beste in ganz Deutschland. Für seine herausragenden sportlichen Leistungen beim Sportkegeln hat Manfred Gojowczyk eine Auszeichnung bekommen.

Der stellvertretende Vierkirchner Bürgermeister Harald Dirlenbach ehrte Gojoeczyk mit einer Ehrenurkunde und dem Gemeindekrug. Für seinen Deutschen Meistertitel im Sportkegeln spendeten die Gemeinderäte starken Beifall.

Gojowczyk (60) hat in seiner langen Karriere als Sportkegler schon sehr viele Erfolge erzielt. Mit einem Triple erreichte er heuer seinen Höhepunkt: Er siegte bei den Münchener Einzelmeisterschaften, qualifizierte sich dadurch im Kader von Trainer Herbert Tengler für die Teilnahme an den Bayerischen Mannschaftswettkämpfen und wurde Bayerischer Meister.

Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Juni in Epplheim bei Heidelberg holte er mit seinem Team schließlich auch noch den Deutschen Meistertitel. Zum ersten Mal trat Gojowczyk heuer in der Klasse Senioren B (ab 60 Jahren) an. Doch auch in der vorhergehenden Stufe Senioren A brachte er schon viele Siegertitel, Medaillen und Urkunden mit nach Hause. So war er schon zweimal Bayerischer Mannschaftsmeister.

Eigentlich war Gojowczyk früher Fußballspieler, Marathonläufer und Eisstockschütze. Als 1986 eine Kegelabteilung beim SC Vierkirchen gegründet wurde, hat ihn sein Neffe zwei Jahre später dazu gebracht, mitzukegeln.

Auch Gojowczyks Frau Katharina kegelte in Vierkirchen. Bis heute begleitet sie ihn zu fast allen Wettkämpfen. Weil der Sportkegelclub SKC Waldfrieden 1965 in Hebertshausen bei höheren Turnieren mitmachte, wechselte Gojowczyk sechs Jahre später den Verein. „Bis heute ist Sportkegeln mein größtes Hobby“, sagt der Meister. Zweimal pro Woche trainiert er jeweils zwei bis drei Stunden und einmal pro Woche steht in der Regel ein Wettkampf an.

Als Industriepacker bei einer Firma in Sulzemoos bringe er beste Voraussetzungen für den Sport mit, sagt er. „Trotz meines Alters turne ich immer noch auf den Kisten herum. Das hält mich fit.“ Das Geheimnis seines Erfolgs: „Ich schaue mir überall von guten Spielern etwas ab. Man braucht Talent und muss ruhig sein.“ Außerdem hat er für jede Konstellation, die er treffen muss, einen Auflagepunkt im Kopf.

Doch auch wenn Kegeln bei Manfred Gojowczyk „absoluten Vorrang“ hat, kommen seine Familie und sein Garten nicht zu kurz. Auch mit dem SCV ist er sehr verbunden geblieben: Er ist bei den Keglern Kassenprüfer, bei Fußballspielen Kassier und er spielt nur mit den beiden Kugeln, die ihm die Vierkirchener Kegler zu seinem 50. Geburtstag geschenkt haben.

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