Franziskuswerk

Großalarm in Schönbrunn

Schönbrunn - So ziemlich jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau im Landkreis wurde in der vergangenen Nacht aus dem Schlaf gerissen. Der Grund: Ein Pfleger hatte Gasaustritt im Franziskuswerk gemeldet.

Gegen 3.45 Uhr war der 44-jährige Heilerziehungspfleger aufgewacht und konnte auffallend starken Chlorgeruch wahrnehmen. Er begab sich zur Nachtwache, von wo aus umgehend die ILS verständigt wurde. Einsatzkräfte der Feuerwehr Röhrmoos begaben sich schließlich mit Atemschutz in das betreffende Haus und stießen schnell im Keller auf die Ursache. Ein nur ein Zentimeter dicker oder vielmehr dünner Zuführungsschlauch zu einer Wasseraufbereitungsanlage hatte ein Leck, aus dem Chlorgas in geringer Menge austrat. Während die Feuerwehrmänner das Leck abdichteten und die Räume lüfteten, wurden weiter nachrückende Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis wieder nach Hause geschickt.

Bis zum Einsatzort hatten es immerhin die Feuerwehren Röhrmoos, Schönbrunn, Vierkirchen, Hebertshausen, Haimhausen, Dachau und Indersdorf geschafft. Zusätzlich war die komplette Feuerwehr-Direktion, die Führungskräfte der Feuerwehr Dachau-Land 1-3, der Kreisbrandrat, alle verfügbaren Polizei- und Rettungskräfte sowie der Notarzt vor Ort.

Wie sich herausstellte, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Bewohner oder der Einsatzkräfte aber das konnte keiner vorher ahnen. So gesehen geht der Einsatz als Katastrophenschutzübung unter Echtbedingungen in die Historie ein.

dn

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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