Gleich alt: der restaurierte Bulldog und Ewe Ziegert. Immer mit dabei: das leicht demolierte Hörndl des Vollblutmusiker. foto: ost

Gründer der Jetzendorfer Hinterhofmusikanten feiert 70. Geburtstag

Karlsfeld - Der Gründer und langjährige Chef der Jetzendorfer Hinterhofmusikanten, Eberhard Ziegert, hat in Südtirol seinen 70. Geburtstag gefeiert.

22 Jahre lang hat Eberhard Ziegert auf großen Bühnen mitreißende Shows abgeliefert und gemeinsam mit seinen sieben Bandmitgliedern das Publikum fasziniert.

Ziegert, der von der Gemeinde Jetzendorf 2007 mit der Silbernen Bürgermedaille geehrt wurde, war ein Allrounder. Er war für die Terminplanung und Programmgestaltung verantwortlich und selbst um die Requisiten, egal ob Dreschflegel oder Odelschöpfer, hat er sich gekümmert.

In den 90er Jahren ging es steil bergauf auf der Karriereleiter der Hinterhof-Musikanten. Zehn Jahre lang spielten sie unter Ziegerts Leitung auf dem Münchner Oktoberfest, 15 Jahre lang bei den Starkbierfesten im Münchner Löwenbräukeller. 25 Auftritte absolvierten sie beim FC Bayern München. Ob bei Meisterschaftsfeiern, beim Tag der offenen Tür an der Säbener Straße, bei Franz-Beckenbauers Golf-Turnieren, der Hallenmasters-Party oder bei Klaus Augenthalers Abschiedsfeier im Olympiastadion, überall gaben die Hinterhof-Musikanten den Ton an.

Dank der Musik ist er mit vielen Größen aus Politik, Wirtschaft und Sport zusammengekommen. Der frühere Ministerpräsident Max Streibl hat ihn gemeinsam mit Frau zweimal zum Neujahrsempfang im Kaisersaal der Münchner Residenz eingeladen, und auch bei Paul Breitners Geburtstag war Ziegert zu Gast. Gerne habe er Musik für „Kaiser Franz“ gemacht. Vladimir Klitschko war von den Dixie-Medleys angetan.

Seit Ende 2006 ist der Ewe im Ruhestand. Seine Instrumente kommen kaum noch zum Einsatz, nur bei Geburtstagsfeiern von Bekannten, juckt’s den Erfinder des Bulldog-Sounds noch in den Fingern. (ost)

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