Mit Bildern Fragen stellen: Die Fotografin Bettina Korb stellt Fotos aus. Foto: Katrin woitsch

Wie hätte ich mich verhalten?

Dachau - Aus der Vergangenheit heraus in die Zukunft weisen ist das Ziel, dass sich die Münchner Religionspädagogin Bettina Korb mit ihrer Ausstellung in der Versöhnungskirche gesetzt hat.

Die zwölf Fotografien zeigen Eindrücke, die sie 1998 bei einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager in Auschwitz gesammelt hat. Ein zerstörter Schornstein, kaputte Baracken, ein Stacheldrahtzaun oder die Koffer einiger ermordeter Juden sind darauf zu sehen.

Zu jedem einzelnen Bild hat Korb einen kurzen Text verfasst, der nachdenklich machen soll. Denn darum geht es der Hobbyfotografin mit ihrer Ausstellung. „Auschwitz ist ein Ort, der dazu aufruft, Stellung zu beziehen“, sagt sie. Die Fotografin will, dass sich die Betrachter ihrer Bilder Fragen stellen: Wo stehe ich? Wie hätte ich mich damals verhalten?

Symbolisch möchte Korb mit ihren Werken einen positiven Blick in die Zukunft werfen. Text und Foto sind in jedem Bild in einer abfallenden Diagonale angeordnet. Nur auf dem letzten Bild, ist die Richtung genau umgedreht, Korb will die Reihe mit Hoffnung abschließen. Zu sehen ist auf dem letzten Foto ein Stacheldraht, unter dem gelbe Blumen blühen. „Der Tod hat nicht das letzte Wort – die Blumen blühen wieder“, steht darunter. Damit betont sie: „Was Geschehen ist, hat auch einen Bezug zur Zukunft.“ kwo

Die Ausstellung

im Gesprächsraum der Versöhnungskirche ist noch bis Sonntag, 22. November, zu sehen. Geöffnet ist sie jeweils Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 16 Uhr und sonntags von 12 bis 13 Uhr.

kwo

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