Anklage wegen versuchten Mordes: Am Donnerstag wird in München das Urteil gesprochen. Foto: kn

Hammerattacke gegen Ehefrau: Mann (48) wegen versuchten Mordes vor Gericht

Dachau/Rumeltshausen - Sie führten eine normale Ehe. Bis er auf seine schlafende Frau mit einem Hammer einschlug. 13 Mal. Seit Dienstag steht ein 48-jähriger Mann wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Am Abend vorher hatte das Ehepaar aus Rumeltshausen (Gemeinde Schwabhausen) noch den am nächsten Tag anstehenden 46. Geburtstag der Frau vorgefeiert. Dann verabschiedete sich der Mann mit einem Gute-Nacht-Kuss. Um fünf Uhr morgens stand der 48-Jährige plötzlich am Bett seiner schlafenden Frau. Laut Anklage schlug er ihr mit einem 1,8 Kilo schweren Hammer 13 Mal auf den Kopf. Zunächst habe sie gedacht, dass ein Fremder in die Wohnung eingedrungen ist, sagte die Frau am Dienstag in München vor Gericht. „Aber dann habe ich gemerkt, dass er es ist.“ Erst als sie sich tot gestellt habe, habe der Mann von ihr abgelassen. Die Polizei rief der Täter selbst. Um 5.07 Uhr sagte er am Telefon zu einem Polizisten: „Ich habe gerade meine Frau erschlagen.“

Der Täter bestritt, an Wahnvorstellungen zu leiden. Zum Tathergang und seinem Motiv machte er keine Angaben. Allerdings beteuerte er, manisch-depressiv und alkoholkrank zu sein. Gewalttätig war er zuvor aber nie geworden.

Seine Frau, die die Scheidung eingereicht hat, hat die körperlichen Folgen des Angriffs überwunden. Nicht aber die seelischen. Sie leide unter Schlafstörungen und Albträumen. Und, was kurios ist: Vor der Hammerattacke habe sie unter Migräne und Kopfweh zu leiden gehabt. „Das habe ich seitdem nicht mehr“, sagte die Frau, die als Nebenklägerin den Prozess verfolgt. Das Urteil wird am Donnerstag gesprochen. (mm)

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