Hans-Peter Wirsing in der Kleinen Altstadtgalerie: Maritimes Spiel mit der Fantasie

Dachau - Die stille Eröffnung war eine Spontanentscheidung. Eigentlich hätte die Ausstellung schon im April stattfinden sollen, musste aber wegen Erkrankung des Künstlers verschoben werden.

Wirsings Bilder erzählen vom Meer und von der Schifffahrt und treiben ein irrwitziges Spiel mit Träumen und Fantasie. Der Stil des "Salzwasser-Dali" aus Glückstadt ist geprägt von den holländischen Meistern, die inhaltliche Aussage ist jedoch vom Surrealismus beeinflusst. Seine Bildfindungen sind originell, auch eine Spur moralisierend und geprägt vom hohen Perfektionsanspruch. Oft verwendet Hans-Peter Wirsing das Motiv des so genannten trompe l'oils, des Bildes im Bild, das seine Augentäuschung suggeriert. Seit einer Portugalreise bemalt Wirsing auch Kacheln.

Schon als Kind bevorzugte Hans-Peter Wirsing Schiffe und Flugzeuge. Nach dem Besuch der Kunstschule und der Hochschule für bildende Künste in Hamburg arbeitete er als Gebrauchsgraphiker und Illustrator. Er zeichnete für den Stern und das Zeit-Magazin. Inzwischen ist er weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Er zeigte Ausstellungen in Den Haag, Denver (USA) und Wellington (Neuseeland).

Galerist Frank Donath kennt den Künstler aus seiner Heimatstadt Glückstadt in Schleswig-Holstein. Auch nach 30 Jahren in Dachau pflegt er seine guten dortigen Kontakte und konnte nun einen Künstleraustausch in Gang bringen.

Die Ausstellung in der Kleinen Altstadtgalerie in Dachau, Burgfriedenstraße 3 dauert bis 28. September. Geöffnet ist Donnerstag/Freitag 18 bis 22 Uhr, Sonntag 14 bis 16 Uhr. Am 14. September, kommt der Künstler auf einen "Künstlerklönschnack", Beginn: 16 Uhr. (sch)

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