Ein schönes Gebäude hat der Museumsverein geschaffen. Die Schulden aber drücken enorm. Foto: gh

Hauptlast will man jetzt abgeben

Altomünster - Was der Museums- und Heimatverein mit dem Altomünsterer Birgittenmuseum geschaffen hat, ist enorm. Jetzt aber will der Verein die Hauptlast vom Gebäude an die Gemeinde zurückgeben. In der Jahresversammlung war dies eines der wichtigsten Punkte.

Als vor zehn Jahren das Museum mit sehr viel Eigeninitiative und Mithilfe durch Gemeinde und viele Firmen errichtet wurde, war der Museumsverein stolz und glücklich über das schöne Haus. Die Schulden wurden durch gutes Wirtschaften fleißig abgetragen. Doch hat sich in den letzten Jahren die Besucherzahl auf ein Drittel reduziert (von rund 3500 auf 1200), weshalb die Finanzen nun ein wenig ins Wanken geraten sind. „Wir können die restlichen 55 000 Euro vom Bau nicht mehr aufbringen“, erklärte Vorsitzender Peter Schultes vor den Mitgliedern. Man habe schon genug zu tun, das Geld für den laufenden Betrieb einzubringen. Deshalb stellte er an die Versammlung den Antrag, der Rückgabe des Erbbaurechtsvertrages vom Museum und der Museumsgalerie an die Gemeinde zuzustimmen. Die Gebäude und restlichen Schulden gingen dann auf die Gemeinde über. Der Museumsverein würde gleichzeitig um einen normalen Pachtvertrag „mit annehmbarer Summe“ bitten, möchte sich aber auch künftig weiter darum kümmern dürfen. „Wichtig ist uns, dass wir nicht mehr das Hauptaugenmerk auf den Schuldenabbau und den Erhalt setzen müssen“, betonte Schultes. Außerdem wisse die Gemeinde schon, was sie an dem Haus habe.

Bürgermeister Konrad Wagner, der in der Versammlung dabei war, erklärte, dass der Museumsverein einen Wert von rund 400 000 Euro geschaffen habe. Die Verantwortlichen hätten ihm ihre Pläne schon vor längerer Zeit dargelegt. Er könne sich gut vorstellen, dass der Gemeinderat die Rücknahme des Vertrages befürworten würde und auch für die restliche Laufzeit einen jährlichen Zuschuss wie bisher gewähren könnte. Die anwesenden Mitglieder waren dann auch einstimmig dafür, dass ein entsprechender Antrag dem Gemeinderat vorgelegt wird.

Wie der Fahrplan nach der Änderung aussehen soll, soll in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung abgesegnet werden.

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