Ehrungen: Kommandant Manfred Hamann, Stephan Hueber, Bürgermeister Hans Lingl, Klaus Brummer, Sylvia Dürr, Korbinian Müller, Max Reulein und Wolfgang Häns (v.l.n.r.). ost

Hauptsächlich müssen sie nachts raus

Röhrmoos - Über 1200 Einsatzstunden hat die Röhrmooser Feuerwehr im vergangenen Jahr geleistet. Trotzdem ist der Ruf nach der Feuerwehr insgesamt eher rückläufig, wie bei der Jahresversammlung deutlich wurde.

Wie wichtig die Freiwillige Feuerwehr für die Allgemeinheit ist, ist bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Röhrmoos deutlich worden. Es wurden 2013 insgesamt 53 Einsätze gefahren, wie Kommandant Manfred Hamann dem Rechenschaftsbericht entnahm. Wobei allein durch das Juni-Hochwasser in Großinzemoos neunmal der Alarm ausgelöst wurde. In der Einsatzstatistik der Wehr dominiert eindeutig die technische Hilfeleistung. 34 Mal mussten die Feuerwehrleute ausrücken, um bei Verkehrsunfällen oder Überflutungen in Kellern oder an der Fußgängerunterführung am Bahnhof zu helfen, oder um Ölspuren auf den Straßen zu beseitigen. Auch der Transport von Sandsäcken gehörte zur Aufgabe der Wehr.

13 Brände wurden erfolgreich bekämpft. Von sechs Sicherheitswachen berichtete der Kommandant, machte aber auch kein Hehl daraus, dass der Ruf nach der Feuerwehr insgesamt eher rückläufig ist. Hamann geht davon aus, dass das mit der Kostenpflicht bei einer Reihe von Einsätzen zusammenhängt.

Die Statistik zeigt, dass die meisten Einsätze in der Zeit zwischen 18 und 24 Uhr stattgefunden haben. Hamann stellte fest, dass seine Truppe 1241 Einsatzstunden und 2800 Übungsstunden geleistet hat, also 4041 Stunden unentgeltlich und ehrenamtlich für die Sicherheit der Bürger tätig war. „Vom Ergebnis her sind das zwei Vollzeitkräfte, die das ganze Jahr gearbeitet haben“, unterstrich der Kommandant. Die Röhrmooser Wehr besteht derzeit aus 76 Aktiven, nur 2005 waren es mit 79 Aktiven ein paar mehr.

Ziel des Kommandanten sei es, möglichst viele aus der Feuerwehr-Jugend in den aktiven Dienst übernehmen zu können. „Hier möchte ich einen fließenden Übergang erreichen“, so Hamann. Wie von Vorstand Wolfgang Häns aufgezeigt wurde, ist der Röhrmooser Feuerwehrverein leicht angewachsen, auf nunmehr 126 Mitglieder.

Nicht zu überhören war, dass der Verein der Gemeinde eine Reihe wichtiger, kostenträchtiger Aufgaben abgenommen hat. Das geht los bei der Renovierung des Gerätehauses und hört auf beim Bau und der Finanzierung von Rollcontainern und anderen Ausrüstungsgegenständen. Selbst den Umbau eines Fahrzeugs hat der Feuerwehrverein finanziert.

Sehr erfolgreich sei die Spendenaktion zur Anschaffung einer Wärmebildkamera verlaufen, wofür sich Häns ausdrücklich bei den vielen Spendern bedankte. Die Durchführung des traditionellen Weinfestes in einem kleineren Rahmen habe sich durchaus bewährt, so Häns. Die übrigen Veranstaltungen des Feuerwehrvereins wolle man auch 2014 in der gewohnten Form durchführen. Dass man mit den Finanzen keine Probleme hat, zeigte der Kassenbericht auf, den Christian Reiss vorgetragen hat. Die Ausgaben von 29 180 Euro haben zwar die Einnahmen von 25 922 Euro deutlich überschritten, aber das liegt nicht zuletzt am Jubiläum „20 Jahre Feuerwehrhaus“, das 2013 gebührend gefeiert wurde.

„Wir haben auch eine neue Küche mit Geräten angeschafft“, sagte Reiss. Gefeiert wird am Samstag, 15. Februar, im Bürgersaal der traditionelle Brandöscherball. Für Kommandant Hamann und Bürgermeister Hans Lingl war es eine Freude, langjährige Dienstleistende ehren zu dürfen: Mit Urkunden wurden Klaus Brummer und Stephan Hueber für 20-jährige Dienstzeit sowie Sylvia Dürr, Wolfgang Häns, Korbinian Müller und Max Reulein für zehnjährige Dienstzeit geehrt.

(ost)

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