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Solarpark.

Hebertshausen will von Solarparks selbst etwas haben

Hebertshausen - Die Gemeinde wird die Errichtung eines Solarparks weiterverfolgen und gegebenfalls mit den Vorhabenträgern entsprechende Verträge abschließen.

Das hat der Gemeinderat beschlossen. Bevor es dazu kam, gab Bürgermeister Michael Kreitmeir ein Schreiben der Firma Solarfaktor bekannt und stellte die vorgeschlagenen Flächen vor - ein Gelände westlich von Ampermoching mit rund zehn Hektar und Ackerflächen nördlich des Mooshäusls mit rund 20 Hektar.

Die Flächen eignen sich laut Solarfachmann Heiko Bartmann von der Lage und Größe her für Freiflächen-Solaranlagen. Außerdem würden die Eigentümer jeweils an die Gemeinde verpachten.

„Wir müssen schon aus umweltpolitischen Gründen was tun“, betonte Eva-Maria Kutscherauer-Schall (Freie Wähler). Die Bürger kritisierten bereits, dass andere Gemeinden in Sachen Sonnenstrom schon weiter seien.

SPD-Fraktionssprecherin Marianne Klaffki fand, dass so lange gesucht werden solle, bis eine geeignete Fläche gefunden wird.

Die Befürworter für die Errichtung eines Solarparks waren sich alle einig, dass keinesfalls ein privater Investor damit Gewinn erzielen solle. „Die Gemeinde muss einen Nutzen haben“, sagte Johannes Böswirth (CSU). Der Bürgermeister fügte an, dass auch eine Bürgerbeteiligung möglich wäre.

Gegen einen Solarpark stemmte sich vehement Jakob Ziller (FW): Solarkraftwerke würden das Landschaftsbild verschandeln, die Flächen gingen für die Nahrungsmittelproduktion verloren und „die Subventionen zahlt der Verbraucher“. (khr)

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