Heftige Debatte um Giebinger Feuerwehr

Vierkirchen - Bürgermeister Heinz Eichinger hat bei der Sitzung des Vierkirchner Gemeinderates eine flammende Rede für die Freiwilligen Feuerwehren gehalten.

Bei der Frageviertelstunde für die Bürger in der Sitzung des Vierkirchner Gemeinderats bezweifelte eine Bürgerin, „dass es sinnvoll ist, wenn jede kleine Gemeinde ein eigenes Feuerwehrhaus hat“. Die Giebinger Feuerwehr könnte doch die Räumlichkeiten der Vierkirchner Feuerwehr nutzen und dort auch ihre Übungen abhalten.

Eichinger entgegnete diesem Vorschlag allerdings, dass die Verlegung der Feuerwehrleute nach Vierkirchen einer Auflösung der Giebinger Feuerwehr gleichkommen würde. Dabei dürfe nicht die große Bedeutung der Feuerwehr für die Kultur und Identität der Gemeinde unterschätzt werden.

Erst vor kurzem hätten sich die Feuerwehrmänner enorm für den Bau des Wasserspielplatzes in Giebing eingesetzt und sogar teils extra Urlaub genommen. Zudem organisieren sie jedes Jahr ein Dorffest. „Wenn man Verantwortung und Gespür für das Vereinsleben hat, muss man sich für die Feuerwehr einsetzen“, betonte der Bürgermeister.

Es werde in Giebing sicherlich kein großes Haus gebaut werden, und auch bei der Ausstattung werde man sich mit der Vierkirchner Feuerwehr absprechen. Bisher sei die Giebinger Wehr jedoch lediglich in einer Garage untergebracht, und als Fahrzeug stünde nur ein Bulldog zur Verfügung. „Jede Feuerwehr hat ihre eigene Kultur und man kann sie nicht irgendwo hinstecken“, meinte auch Franz Kreutner (CSU). Bernhard Sauer von den Freien Wählern gab abschließend zu bedenken: „Wenn es in Giebing brennt und die Feuerwehrler erst nach Vierkirchen und dann wieder zurück fahren müssen, dann ist Giebing bis dahin schon abgebrannt.“ (ch)

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