Präsentierte eine anerkannte Facharbeit: Michael Werner. Foto: kn

Herausragende Facharbeit mit einem Preis gewürdigt

Schönbrunn - Mit einem besonderen Preis wurde Michael Werner, Absolvent der Heilerziehungspflegeschule an der Akademie Schönbrunn gewürdigt. Der Preis wurde von einer Stiftung ausgelobt.

Der Absolvent der Heilerziehungspflegeschule an der Akademie Schönbrunn, Michael Werner, ist von der Ludwig- Schlaich-Stiftung für seine herausragende Facharbeit mit dem Thema „Sozialraumorientiertes heilerzieherisches Arbeiten in der Sozialpsychiatrie“ geehrt worden. Die Ehrung fand während der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege und Heilerziehung in Bremerhaven statt.

Der Vorsitzende der Stiftung, Werner Kiemle, nahm die Ehrung vor, die insgesamt nur drei Preisträger erhielten. Große Anerkennung fand Werner bei den rund 80 versammelten Schulleitungen aus ganz Deutschland für die Art und Weise, mit der der Preisträger seine Arbeit vorstellte und damit für seine Berufsgruppe Werbung betrieb. Angeregt durch eine Studienfahrt, bei der das Kennenlernen von Hamburger Diensten und Angeboten der Behindertenhilfe im Fokus stand, entschloss sich Michael Werner, sich bei seiner Facharbeit intensiv mit dem Thema „Sozialraumorientierung“ auseinander zu setzen. Werner war während seiner Ausbildungszeit in einer sozialpsychiatrischen stationären Einrichtung in München tätig. Er kam bei seinen Arbeiten immer mehr zur Überzeugung, dass für eine Umsetzung von sozialraumorientiertem Arbeiten die Haltung der professionellen Helfer ganz entscheidend sei.

Zur Bestimmung des Sozialraums der Klienten stellte Werner fest, dass weniger der Stadtteil, in dem die Klienten aktuell stationär leben, entscheidend sei, sondern vielmehr der immer wichtiger werdende virtuelle Raum, beispielsweise das eigene Facebook-Profil oder das Viertel, in dem der elterliche Wohnsitz liegt. Er belegt dies anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis.

Die Ludwig-Schlaich-Stiftung wurde nach dem Begründer der Ausbildung in Heilerziehungspflege benannt. Schlaich hatte bereits im Jahr 1933 erste Ideen zu einer Ausbildung, die sich an den Erfordernissen der Begleitung von Menschen mit einer geistiger Behinderung gerecht orientiert, in einer diakonischen Einrichtung in Baden Württemberg in die Tat umgesetzt. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, Facharbeiten von Schülern zu prämieren und besondere Projekte, die die Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen verbessern, zu fördern. dn

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