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Hochzeit für Grippeviren

Dachau - Vom einen auf den anderen Tag haben die Influenza-Erkrankten hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, starken Husten und fühlen sich kraftlos - die Influenza-Grippewelle verschont auch den Landkreis nicht. Jetzt ist die Hochzeit der Viruserkrankung.

„Zwischen Ende November und März ist einfach eine typische Zeit für die Influenza“, sagt Hans Bergemann, Leiter des Dachauer Gesundheitsamtes. „Wir haben 118 Erkrankte seit dem ersten Januar.“ In der Realität sei die Zahl der Kranken aber höher, so Bergemann. Denn das Gesundheitsamt erhalte nur Meldungen von Krankheitsfällen, bei denen die Ärzte einen medizinischen Abstrich machen, um die Influenza festzustellen. In den meisten Fällen merken die Mediziner aber bereits an den Symptomen, dass es sich um die Virusgrippe handelt.

Im Gegensatz zu einer normalen Grippe beginnt die Influenza nicht langsam, sondern sehr plötzlich: „Man wacht auf und fühlt sich, als wäre ein Lkw über einen gerollt“, erklärt Hans-Ullrich Braun vom Ärztlichen Kreisverband Dachau. „Derzeit haben wir schon einen Erkrankungs-Peak.“ Das liege vor allem an den schwankenden Temperaturen. Außerdem könnten auch Krankheitserreger in öffentlichen Verkehrsmitteln an der Influenza-Grippewelle schuld sein, denn sie überträgt sich durch Tröpfcheninfektion. Betroffen sind derzeit vor allem jüngere Menschen oder mittleren Alters.

Aufgrund der vielen Influenza-Erkrankungen suchen Erkrankte bei Grippe-Symptomen derzeit nicht mehr den Hausarzt auf, sondern eilen sofort in die Notaufnahme des Krankenhauses: „Für die Jahreszeit ist das Patientenaufkommen in unserer Notaufnahme mit grippalem Infekten oder Erkältungssymptomen normal hoch. Am Wochenende sind die Zahlen von Patienten mit akuten Grippe-Symptomen, die unsere Notaufnahme frequentieren, etwas höher“, erklärt Romana Bronner, Pressesprecherin der Helios-Amperkliniken.

Wer der Influenza-Grippe vorbeugen möchte, kann etwas tun, sagt Hans Bergemann vom Gesundheitsamt: „Das Wirkungsvollste ist, sich einfach impfen zu lassen. Dabei denke ich vor allem an Kinder, über 60-jährige oder Menschen, die viel Kontakt mit anderen haben.“ Aber Hans-Ullrich Braun warnt: „Wir haben Angst, dass uns die Impfstoffe ausgehen.“ Denn viele Bürger lassen sich präventiv impfen.

Anna Schwarz

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