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Höhere Abwassergebühren

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Bergkirchen - In einer Sondersitzung hat der Gemeinderat eine Gebührenanpassung für Abwasser beschlossen und die „Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung“ verabschiedet.

Eine neue Satzung zur Gebührenanpassung für Abwasser für die Gemeinde Bergkirchen tritt am 1. Januar 2014 in Kraft. Das hat der Gemeinderat in einer Sondersitzung beschlossen.

Neu ist die Regelung der vierteljährlichen Vorauszahlungen in Höhe eines Viertels der Jahresrechnung des Vorjahres. Bürgermeister Simon Landmann betonte, dass für die Gemeinde im Abwasserbereich, wie bei anderen Gebühren auch, weder Gewinn noch Verlust entstehen darf.

„Trotz konstanter Gebühren konnten in den letzten Jahren hohe Investitionen durchgeführt werden“, sagte er. Aufgrund der abgeschlossenen Verträge mit dem Amperverband und den Stadtwerken Dachau, in deren Kläranlagen die Abwässer geleitet werden, ist die Abwasserbeseitigung langfristig geregelt. Bergkirchen betreibt keine eigene Kläranlage.

Landmann erklärte die Gründe für die beachtliche Erhöhung, die für die nächsten drei Jahre unverändert bleiben soll. Nach acht Jahren sei eine neue Globalkalkulation notwendig geworden. Die Begründung ist folgendermaßen: Der Amperverband hat für die Klärung des Abwassers seine Gebühren ab 1. Januar 2011 von 0,34 auf 0,59 Euro/Kubikmeter erhöht. Die Gemeinde unterhält 30 Pumpwerke, die in der Flächengemeinde mit dem großen Abwassernetz erforderlich sind.

Hier wirkt sich die starke Erhöhung der Stromkosten besonders gravierend aus. Bisher hat die Gemeinde für Investitionen nie einen so genannten Verbesserungsbeitrag erhoben, wie er in benachbarten Gemeinden durchaus üblich ist und mehrere tausend Euro pro Haushalt ausmachen könne, so Landmann. Die Gemeinde führt auch die Erneuerung der vier Kanalhauptpumpwerke an. Kostenintensiv wirken sich ferner die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Überwachung mit regelmäßigen Kanalbefahrungen aus. Mit dem Rückgang des Wasserverbrauchs in den Haushalten, sinken die verbrauchsabhängigen Einnahmen bei gleich bleibenden Fixkosten. Die Grundgebühr wird nach Nenndurchfluss bzw. Dauerdurchfluss der verwendeten Wasserzähler berechnet.

Bei Nenndurchfluss gibt es folgende Erhöhungen: bis 2,5 cbm/h von 26 auf 48 Euro/Jahr; bis 6 cbm/h von 36 auf 115,20 Euro; bis 10 cbm von 46 auf 192 Euro, bis 15 cbm/h von 60 auf 288 Euro und über 15 cmb/h von 90 auf 576 Euro/Jahr. Bei Dauerdurchfluss gilt die Abstufung: 4, 10, 16, 25 und 25-45 cbm/h. Der Abwasserpreis steigt je Kubikmeter von 1,98 auf 2,45 Euro für Grundstücke mit Schmutz- und Regenwasserbeseitigung, von 1,79 auf 1,95 Euro bei Grundstücken, von denen nur Schmutzwasser in den Kanal fließt.

(ink)

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