Jagdunfall im Landkreis Dachau: Schütze muss Waffen und Waffenschein abgeben

Dachau/Thalhausen - Ein 45 Jahre alter Mann aus Aichach hatte im November 2011 bei einer Treibjagd nahe Thalhausen (Gemeinde Altomünster) versehentlich einen anderen Jäger angeschossen und diesen schwer verletzt (wir berichteten). Dem Schützen werden jetzt wohl der Jagdschein, seine Waffen und der Waffenbesitzschein entzogen.

Nachdem das Amtsgericht Dachau einen Strafbefehl über 90 Tagessätze à 45 Euro erlassen hat, legte der 45-jährige Jäger zunächst Einspruch ein. Am Montag sollte die Sache vor dem Amtsgericht in Dachau verhandelt werden. Doch dazu kam es nicht: Der Schütze hat seinen Einspruch zurückgenommen und akzeptiert nun den Strafbefehl.

„Nach mehreren Telefonaten wurde der Einspruch dann doch zurückgezogen“, bestätigte Richter Lars Hohlstein. Das hat zur Folge, dass das Landratsamt Aichach eine so genannte Regelunzuverlässigkeit zu prüfen hat. „Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen“, teilt Wolfgang Müller vom Landratsamt Dachau mit. „In dem Fall ist aber davon auszugehen, dass es zu einem negativen Ergebnis kommt.“ Das bedeutet, der Schütze muss seine waffenrechtliche Erlaubnis und seine Waffen abgeben. „Für wie lange, steht aber noch nicht fest“, betonte Müller. (cc)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bilanz der Freibäder: Trotz Ulla kein Rekordsommer
Der Sommer begann spät, gab dann im Juni und Juli kurz Vollgas und war zum Volksfest schon wieder vorbei: In Summe fällt die Saisonbilanz der Stadtwerke eher …
Bilanz der Freibäder: Trotz Ulla kein Rekordsommer

Kommentare