Jahresgewinne in Millionenhöhe

Dachau - 2004 kaufte der Klinik-Konzern Rhön-Klinikum AG 75 Prozent der Dachauer Amperkliniken. Aus wirtschaftlicher Sicht eine Erfolgsgeschichte: Die Amper Kliniken AG arbeitet profitabel.

Der Landkreis kann mit einer weiteren Überweisung in Millionenhöhe durch die Rhön AG rechnen.

Schmid konnte den Kreisräten von einem Jahresgewinn 2007 in Höhe von 3,2 Millionen Euro berichten, die 1,57 Millionen Euro an die Beschäftigten ausgezahlte Gewinnbeteiligung nicht mitgerechnet. Die Hälfte des Gewinns wurde für Investitionen einbehalten. Von der Gewinnausschüttung 2007 in Höhe von 1,6 Millionen Euro profitiert der zu einem Viertel am Klinikum beteiligte Landkreis Dachau mit 400 000 Euro. Außerdem kann der Landkreis davon ausgehen, wegen der positiven wirtschaftlichen Entwicklung noch einmal eine variable Kaufpreisrate in Höhe von drei Millionen Euro überwiesen zu bekommen.

Auch für das Geschäftsjahr 2008 sieht es Schmid zufolge gut aus: „Das Jahr hat uns viel Freude bereitet.“ Das Ergebnis werde „etwas besser als 2007“. Allerdings stoße der Anstieg der Patientenzahl an die Kapazitätsgrenzen. 2007 stieg die Patientenzahl mit 20 500 erstmals über die Marke von 20 000. Um künftig mehr Patienten versorgen zu können, werde die Intensivstation erweitert, so Schmid. Auch das Klinikum Indersdorf entwickle sich erfreulich, sagte Schmid im Kreistag. In der auf Rehabilitation älterer Menschen spezialisierten Klinik wurden 2007 erstmals über 1000 Menschen versorgt. Schmid kündigte an, den Personalbestand im patientennahen Bereich weiter zu erhöhen. Was aber nicht einfach wird. „Der Bereich Pflegefachkräfte ist auf dem Arbeitsmarkt absolut leergefegt“, berichtete er. Zwar habe man durch Neueinstellungen vorzeitig reagiert, „doch auch wir müssen uns darauf einstellen, dass es sehr schwierig wird“.

Auch Landrat Hansjörg Christmann, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Amper Kliniken AG, befürchtet Probleme auf dem Personalsektor. Zwar gehe die AG stabil in die bevorstehende Situation hinein, „aber wir werden deutlich mehr Schwierigkeiten bekommen als bisher.“ Jedoch sei klar: „Die medizinische Versorgung und Unterbringung ist hervorragend.“

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