Innig und emotional klangen der Gesang von Peter Huber (rechts) und die Orgelbegleitung von Professor Elmar Schloter in der Stadtpfarrkirche St. Jakob. Foto: Sch

In St. Jakob: Himmelsmusik für Karl-Paul Grimm

Dachau - Einen Konzertabend für den im Oktober 2008 verstorbenen Kirchenmusiker Karl-Paul Grimm hatte sich neben Witwe Evi auch Paul Grimm gewünscht.

Der Kammersänger (Bariton) hatte gemeinsam mit Sopranistin Eva Koncz viele schöne Konzerte gestaltet, die Karl-Paul Grimm am Klavier begleitete.

Thematisch waren die Veranstaltungen dem Leben und Wirken verschiedener berühmter Komponisten gewidmet. Ein geplanter Abend mit den "Biblischen Liedern" op. 99 von Anton Dvorák konnte nicht mehr aufgeführt werden. Im Andenken an den beliebten Kirchenmusiker holte Peter Huber nun die Veranstaltung in der Pfarrkirche St. Jakob nach. Begleitet wurde er sensibel und klangschön von Professor Elmor Schloter.

Huber sang in hervorragender Artikulation und mit einem präzisen, auf der Textaussage basierenden Ausdruckswillen. Die "vier ernsten Gesänge" von Johannes Brahms intonierte er anrührend und zart mit innigem Ausdruck. Schloter spielte mühelos und glasklar perlend die schwierigen Triolen. Mystisch und ein wenig nicht von dieser Welt klangen die Orgelstücke aus dem Zyklus "Christus" von Otto Malling.

Ursula Koch las Betrachtungen über Himmelsmusik und Engelreigen, die seit jeher in bildender Kunst, Dichtung und Musik ein Thema sind. Sie zitierte aus dem Alten und Neuen Testament, aus Goethes Faust und den italienischen Dichter Dante Alighieri. "Die Engel als Sänger und Tänzer sind ebenso Brückenbauer und Weggefährten zwischen Himmel und Erde. Glaube, Hoffnung und Liebe, vor allem die Liebe als größte unter ihnen, wie es im letzten Gesang heißt, sind das unsichtbare Band zu unseren seligen Verstorbenen im Himmel", sagte Ursula Koch im Andenken an Karl-Paul Grimm. (sch)

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