Ein fester Bestandteil des deutschen Nationalteams ist Jennifer Köpf (Mitte) aus Dachau.

Jenny Köpf gewinnt zwei ihrer drei Kämpfe

Dachau - Jennifer Köpf, das Aushängeschild der Taekwondo-Abteilung des TSV 1865, hat die Dachauer Farben bei der WTF-Weltmeisterschaft in Kopenhagen würdig vertreten.

In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm bestritt sie drei Kämpfe.

„Das war ein unvergessliches Erlebnis für unsere Jenny“, erzählt 65-Pressesprecher Robert Wintersberger. „Sie hat zwei ihrer drei Kämpfe gewonnen und fünf Tage voll mitreißender Duelle mit den besten Athleten, die dieser Sport zu bieten hat, vor Ort verfolgt.“

Es war die größte Weltmeisterschaft in der Geschichte der WTF (World Taekwondo Federation). An den fünf Wettkampftagen waren knapp 1000 Athleten (404 Damen und 592 Herren) aus 143 Nationen im Einsatz. An jedem Wettkampftag wurden drei bis vier Weltmeister in den unterschiedlichen Gewichtsklassen ermittelt. Die Top-Athletin aus dem erfolgreichen Kampfteam des TSV 1865 Dachau gehörte zum zwölfköpfigen Kader der Nationalmannschaft, der für die Titelkämpfe nominiert worden war.

Bei ihrer ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft bei den Senioren kam Jennifer Köpf bis ins Achtelfinale. „Sie ist unter die erste 16 der Welt gekommen, das war ein Riesenerfolg für unsere Jenny“, so Wintersberger nach dem WM-Finale. Den Weg ins Viertelfinale verbaute ihr die erfahrene Pei Tseng aus Taiwan, die zweifache Asienmeisterin und amtierende Studentenweltmeisterin bezwang die Dachauerin mit 8:1. Die Taiwanesin verlor später in einem packenden Kampf gegen die spätere Weltmeisterin aus China und sicherte sich so die Bronzemedaille. Ihren ersten Kampf in der mit 55 Teilnehmern besetzten Klasse bis 57 kg gewann Jennifer Köpf klar mit 7:0. Melvis Contreras aus Venezuela kassierte gegen die entschlossen auftretende 65-Kämpferin bereits nach 30 Sekunden einen Drei-Punkte-Kopftreffer. Bis zum Ende der zweiten Runde lag Köpf mit sieben Punkten vorne, sie musste ihren Vorsprung in den letzten drei Minuten nur noch ins Ziel retten.

In ihrem zweiten Kampf bekam es Jennifer Köpf mit Josipa Lozancic aus Bosnien-Herzegowina zu tun. Gleich in der ersten Runde musste die Dachauerin einen Drei-Punkte-Kopftreffer einstecken, doch in der dritten Runde war die Dachauerin nicht mehr zu halten. Sie landete einen Treffer nach dem anderen, und nachdem Lozancic dann auch noch zwei Mal innerhalb kürzester Zeit verwarnt worden war, lag Jennifer beim Schlussgong mit 4:3 Punkten vorne.

In der dritten Begegnung (Achtelfinale) gegen Pei Tseng aus Taiwan war Jennifer Köpf dann erwartungsgemäß chancenlos. Immer wieder störte die Taiwanesin die Angriffe der Dachauerin mit einem unglaublich schnellen vorderen Bein, mit dem sie auch zwei Kopftreffer anbringen konnte. (ge)

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