Peter Felbermeier ist Vorsitzender des Zweckverbandes. Sitz ist seineGemeinde Haimhausen. Fo: kn

Jugendarbeit im Zweckverband vereint

Dachau - Um die Qualität der Jugendarbeit aus den Landkreisen Dachau, Freising und Pfaffenhofen zu sichern, haben die Bürgermeister einen Zweckverband Kooperation Jugendarbeit gegründet.

Weitere Ziele des Zweckverbands sind, das Personal optimal einzusetzen und die Kosten in vertretbaren Größen zu halten (wir haben berichtet). Die Wichtigkeit der Kinder- und Jugendarbeit sei fachlich unbestritten, müsse aber finanziell auch möglich sein, sagte der Landrat Hansjörg Christmann bei der Unterzeichnung der Verbandssatzung. Er lobte die Initiatoren des Zweckverbands für die „vorbildliche Arbeit“. Er betonte, dass ein solcher Zweckverband, der über die Landkreisgrenzen hinausgeht, wohl einzigartig in Bayern sei.

Die Verbandssatzung unterzeichneten die Bürgermeister der Gemeinden Haimhausen, Petershausen, Röhrmoos, Markt Indersdorf und Markt Altomünster (alle Landkreis Dachau) sowie Fahrenzhausen (Landkreis Freising) und Reichertshausen (Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm). In Satzungsfragen hat der Leiter der Kommunalaufsicht Max Kagerer die Bürgermeister beraten.

Die Zusammenarbeit der Jugendarbeit zwischen Petershausen und Haimhausen besteht schon seit 1999. 2003 kamen Indersdorf und Röhrmoos hinzu, 2006 wurde Altomünster mit aufgenommen. Jedes Mal, wenn eine Gemeinde in der Vergangenheit eine Änderung in der Jugendarbeit beantragt hatte, mussten alle Gemeinderäte der Neuerung zustimmen, da es sich um Verträge zwischen den Kommunen gehandelt hat. Dank des Zweckverbands können nun die Bürgermeister miteinander Themen diskutieren und Entscheidungen treffen. Sitz des Zweckverbands ist in Haimhausen, Vorsitzender ist der Haimhauser Bürgermeister Peter Felbermeier.

Die Qualität der Jugendarbeit in diesen sieben Gemeinden ist nun gesichert. Darüber ist der Sozialpädagoge, Sozialbetriebswirt und Zwecksverbandsleiter Albert Schröttle froh, vor allem in Bezug auf das Personal. Ohne Kooperationen zwischen den Gemeinden hätten die Kommunen eigene Stellen, die unflexibel gestaltet und wegen der geringen Stundenzahl wenig attraktiv für Mitarbeiter sind.

Dank der neuen Strukturen können die Kräfte besser begleitet werden, gemeinsam als Team Know-how sammeln und mit gegenseitiger Hilfe zu guten Lösungen kommen. „Wir können mehr Kontinuität und attraktivere Arbeitsplätze wie Ganztagsstellen bieten – auch für Männer“, weiß Schröttle. Oftmals seien es die jungen Männer, die Schwierigkeiten bereiten und viel Aufmerksamkeit benötigen. In der Branche, die zu zwei Dritteln eine Frauendomäne ist, seien männliche Jugendarbeiter vonnöten.

15 Kräfte (neun in Vollzeit und sechs geringfügig Beschäftigte) arbeiten derzeit in Schröttlers Team. Sie sind zuständig für die offene Kinder- und Jugendarbeit in Jugendzentren, die mobile Jugendarbeit, die Nachmittagsbetreuung an offenen Ganztagsschulen sowie die Jugendsozialarbeit an Schulen. Dabei kümmern sich einzelne Jugendarbeiter immer bestimmte Kommunen. Altomünster und Indersdorf werden gemeinsam betreut, Röhrmoos, Petershausen und Reichertshausen bilden einen weiteren Bereich, und Mitarbeiter, die mit Kindern und Jugendlichen in Haimhausen zusammenarbeiten sind gleichzeitig für die Heranwachsenden in Fahrenzhausen zuständig.

Albert Schröttle wünschte sich, dass die Partner auch in schwierigen Dingen in Zukunft gut harmonisieren.

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