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Neue Bestimmung: Die Kapelle in der Klinik in Indersdorf, das Foto entstand im Sommer bei einer Andacht mit Klinikseelsorger Albert Wenning, wird umgebaut.  

Kapelle wird zum Aufenthaltsraum

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Indersdorf - Die Kapelle im Klinikum Indersdorf ist derzeit geschlossen. Der Grund dafür sind Umbauarbeiten für ein größeres Behandlungsangebot. In diesem Zusammenhang wird das Gotteshaus zum Aufenthaltsraum umgebaut.

Doch Patienten und Angehörige müssen nicht um diesen geschützten Rückzugsraum fürchten - es gibt bereits Pläne für einen Ersatz.

Gerade an Orten wie Krankenhäusern spielt die Seelsorge eine wichtige Rolle. Am Helios Amper-Klinikum Indersdorf steht Patienten und Angehörigen ein Team von professionellen Seelsorgern zur Seite. Zudem gibt es einem Ort, an dem die Menschen bei Bedarf ganz für sich sein können - für ein Gebet oder einfach zum Nachdenken: den Andachtsraum. Derzeit ist die Kapelle am Indersdorfer Klinikum allerdings geschlossen. Der Grund: Umbaumaßnahmen.

Die Pressesprecherin der Helios Amper-Kliniken, Romana Bronner, erklärt: „Aufgrund der Erweiterung unseres Behandlungsangebotes in Indersdorf werden zusätzliche Patientenzimmer benötigt.“ Zwar entstehen die neuen Zimmer nicht im Bereich der Kapelle selbst, aber dort, wo die Patienten bisher gegessen hatten. „Daher wird der Bereich der bisherigen Kapelle künftig als Aufenthaltsraum für unsere Patienten und zur Speisenversorgung im Erdgeschoss benötigt“, erklärt Bronner.

Grund zur Sorge, dass es künftig keinen Andachtsraum mehr gebe, gibt es keinen. Seelsorger Albert Wenning betont: „Niemand muss Angst haben, dass das passiert. Dieser Ort ist für Patienten und Angehörige sehr wichtig.“ Deshalb ist die Arbeit für einen neuen Andachtsraum bereits im Gange. Romana Bronner schätzt: „Der neue Andachts- und Gebetsraum wird aktuell renoviert, sodass dieser dann im Laufe des Novembers für unsere Patienten und deren Angehörigen zur Verfügung stehen wird.“ Auch dieser Raum wird im Erdgeschoss barrierefrei eingerichtet.

Künftig wird der Andachtsraum allerdings etwas kleiner ausfallen, als die alte Kapelle. Der Raum, in dem die Kapelle bisher untergebracht war, hat eine Fläche von rund 60 Quadratmetern. In den Bänken konnten etwa 30 bis 40 Personen Platz finden. Der neue Raum bietet noch Platz für kleine Andachts- und Gebetskreise für bis zu zehn Personen.

Doch auch an größere Veranstaltungen wie die Gottesdienste, die es alle 14 Tage gab, ist gedacht. „Größere Patientenveranstaltungen wie das Adventssingen oder größere Andachten und Gedenkgottesdienste können wie bisher in den Räumlichkeiten der bisherigen Kapelle stattfinden. Dort ist auch weiterhin die Orgel aufgestellt“, erklärt Pressesprecherin Romana Bronner. Sie betont: „Alle Planungsschritte wurden sorgfältig mit unseren Krankenhausseelsorgern, dem Ordinariat und dem örtlichen Pfarramt Indersdorf abgestimmt.“

Seelsorger Albert Wenning weiß ohnehin, dass die wenigsten seelsorgerischen Gespräche in einem Andachtsraum stattfinden. „Das geht ganz nach Gefühl. Wir reden dort, wo sich die Menschen am wohlsten fühlen. Trotzdem ist dieser Rückzugsort sehr wichtig.“

 

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