Aus Kegelbahn wird Schießstand

Röhrmoos - Aus der Kegelbahn im Landgasthof Brummer wird ein Luftgewehrschießstand für den örtlichen Schützenverein Jagabluat.

Wie Schützenmeister und Vorstand Christian Schirmer im Zuschussantrag an den Röhrmooser Gemeinderat ausführt, kostet dieser Umbau rund 100 000 Euro. Damit zieht der Schießstand vom Saal im Erdgeschoss in die kaum noch genutzte Kegelbahn im Untergeschoss.

Gegen die beantragten 20 000 Euro Gemeindezuschuss gab es seitens des Gemeinderats keine Einwände, nicht mal eine einzige Frage. „Wir unterstützen den Antrag wie in ähnlich gelagerten Fällen“, erklärte Bürgermeister Dieter Kugler (CSU).

Weil das Bauvorhaben bekannt war, hatte man im Haushaltsplan 2015 schon 17 000 Euro vorgesehen. Aus Sicht der Verwaltung ist aber eine Förderung mit 20 000 Euro möglich. Die Differenz über 3000 Euro an Mehrausgaben könne laut Kugler über Minderausgaben bei der Straßenreparaturmaßnahme Unertlstraße in Schönbrunn bis Gemeindeverbindungsstraße Vierkirchen gedeckt werden.

Der Zuschuss könne bis zu einer Höhe von 75 Prozent in maximal zwei Raten nach Vorlage von Zwischenabrechnungen während der Bauzeit abberufen werden. Die Auszahlung des Restbetrages erfolgt nach Vorlage der endgültigen Abrechnung.

Laut Schützenchef Schirmer ist es dringend notwendig, die über 30 Jahre genutzten Schießstände zu modernisieren und die Ausstattung auf ein aktuelles Niveau zu bringen. Geplant ist die Ausstattung mit zehn elektronischen Schießständen, die es bisher nur selten im Landkreis gibt.

Speziell für den Schüler-Nachwuchs und Jugendliche und Junioren soll dadurch der Schießsport zeitgemäßer und attraktiver werden. Durch die unmittelbar visuelle Übertragung der einzelnen Schüsse auf Bildschirm, wird der Schießsport so natürlich auch für Zuschauer interessant.

Es ist kein Geheimnis, dass Großinzemoos schon seit Jahrzehnten erfolgreich in der Schüler- und Jugendarbeit ist. „Es konnten in der Vergangenheit beachtliche Erfolge in diesem Bereich erzielt werden“, unterstreicht Schirmer.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen werde von Jagabluat gezielt und nachhaltig großer Wert auf den Nachwuchsbereich gesetzt. Unter anderem soll auch ein eigener Raum mit Dartscheibe, Kicker und Billardtisch entstehen, um die Jugend aus dem Ort langfristig an den Verein zu binden.

Schirmer verweist auch darauf, dass Jagabluat noch immer zu den sportlichen Aushängeschildern im Schützengau Dachau gehört. Jährlich seien mehr als 20 Mannschaften aus dem Landkreis sowie aus dem gesamten Bezirk Oberbayern zu Gast in Inzemoos.

Der Vorstand von Jagabluat geht davon aus, dass die laufenden Kosten der neuen Anlage durch Mitgliedsbeiträge und Schießgeld dauerhaft gedeckt werden. Dass die Finanzierung steht, ist Schirmer enorm wichtig. Er geht von Baumaterialkosten in Höhe von 48 000 Euro aus. Die Kosten der neuen Schießanlage beziffert er mit 30 000 Euro.

Schirmer erwartet hohe Eigenleistung in Form von 1800 freiwilligen Arbeitsstunden aus den Reihen des Vereins. Vom Bayerischen Sportschützenbund soll es einen Zuschuss über 25 000 Euro geben, aber auch Eigenkapital in Höhe von 15 000 Euro will man zur Finanzierung einsetzen. (ost)

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