Keine Angst vor Halloween in Dachau

Dachau - Ein Warn-Brief einer Grundschule zum Halloweenabend geht um - doch die Dachauer Polizei beruhigt: Es besteht keine besondere Gefahr.

Die Eltern der Grundschulkinder von Dachau Süd haben gestern einen Warn-Brief erhalten: Darin wird von „sexuellen Übergriffen“ auf Kinder berichtet, und die Schulleiterin Michaela Frost merkt an, dass sie ihre Grundschulkinder am Halloweenabend nicht alleine durch Dachau-Süd ziehen lassen würde. Etwaige Befürchtungen, die der Brief bei Eltern vielleicht auslöst, kann der Dachauer Polizeihauptkommissar Björn Scheid aber entkräftigen: „Einen Zusammenhang zwischen solch einem Vorfall und dem Halloweenabend zu ziehen, ist nicht angebracht“, erklärt Scheid.

Ja, es habe diesen einen Vorfall gegeben, aber am frühen Mittwochnachmittag, gegen 14.30 Uhr. Ein Mann habe sich vor einem Mädchen entblößt. Davon, dass der Täter das Mädchen aufgefordert habe, ihn anzufassen, „wissen wir nichts“, betont Scheid. Die Jugendbeamten der Dachauer Polizei kümmern sich um den Fall. Und: Dies sei der einzige Vorfall dieser Art gewesen. „Von einer Häufung kann man also wirklich nicht sprechen.“

Den Halloweenabend soll sich also niemand vermiesen lassen. „Grundschulkinder sollen nachts sowieso nicht alleine durch die Gegend gehen“, sagt Scheid, auch an normalen Tagen nicht. An Halloween passiere das sowieso nicht - da sind die Kinder entweder in einem Pulk oder in Begleitung eines Elternteils unterwegs. Also: Auf zu „Süßes oder Saures?“.

(np)

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