Ministerpräsident Sellering tritt von allen Ämtern zurück

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Keine Dienstgeheimnisse ausplaudern!

Dachau - Heute treten 27 Polizeianwärter ihre Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei an. Ein paar wichtige Dinge lernten sie schon beim ersten Kennenlernen: Kein Alkohol, Waffen nicht rumliegen lassen und keine Dienstgeheimnisse via Facebook ausplaudern.

27 Polizeianwärter aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Dachau, Starnberg und Landsberg treten am heutigen Dienstag ihre Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei an. Zuvor durften sich die künftigen Beamten bei einem Treffen in der Brucker Inspektion kennenlernen. Dabei bekamen sie auch gleich noch ein paar wichtige Tipps für ihre Ausbildung mit auf den Weg.

Kein Alkohol, Waffen nicht offen rumliegen lassen und keine Dienstgeheimnisse via Facebook oder WhatsApp unbedacht ausplaudern: Diese drei Verstöße sind die häufigsten Entlassungsgründe bei der Bereitschaftspolizei. Übermäßig Angst wollten die Einstellungsberater Reiner Dunkel und Michael Selhof dem Polizei-Nachwuchs aber nicht machen, weshalb Selhof gleich relativierte: „So viele Verbote haben wir aber gar nicht.“ Trotzdem: Sobald die Anwärter im Alter von 17 bis 25 Jahren am Dienstag ihre noch grünen, in einem Jahr dann blauen Uniformen ausgehändigt bekommen, werden sie sich ein wenig umstellen müssen.

Die 27 Anwärter schlagen den mittleren Dienst bei der Polizei ein und werden in Dachau, Königsbrunn und Eichstätt ausgebildet. Insgesamt stellt die Polizei heuer bayernweit 487 junge Menschen für den mittleren Dienst ein. Die Personalsituation bezeichnet Dunkel als „momentan sehr zufriedenstellend“. Deshalb war es heuer auch schwieriger als sonst, einen Ausbildungsplatz zu ergattern.

Die 27 Anwärter aus den vier Landkreisen der Region haben beim zweitägigen Einstellungstest einen Notenschnitt von mindestens 2,67 erzielen müssen. „Es gab auch schon Zeiten, da haben wir die Leute mit einem Schnitt von 3,2 eingestellt“, sagt Dunkel.

Viele junge Menschen werden derzeit auch von einer Werbekampagne der Gesetzeshüter angelockt. Doch von der ist Dunkel gar nicht so begeistert. „In den Spots werden zum Beispiel SEK-Einheiten gezeigt, die mit Gewehr im Anschlag in Häuser eindringen.“ Dass der Polizeidienst gerade zu Beginn der Karriere aus einfachem Streifendienst besteht, müsse man den von den Spots angelockten Anwärtern erst vermitteln. Die 27 jungen Menschen ließen sich davon aber nicht abschrecken.

(Andreas Daschner)

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