Keine Gegenliebe für Reform

Röhrmoos - Viele völlig ungeklärte Fragen zur Hauptschulreform gibt es auch in Röhrmoos. Laut Bürgermeister Lingl stellt sich die Frage der Auflösung bestehender Schulverbände.

Die Gemeinde Röhrmoos müsste gegebenenfalls eine Vermögensauseinandersetzung mit Hebertshausen führen. Die Skepsis an den Plänen des bayerischen Kultusministers Ludwig Spaenle (CSU) konnte auch Schulrat Helmut Radloff dem Röhrmooser Gemeindeparlament nicht nehmen.

Die Hauptschulen müssen künftig kooperieren und sich spezialisieren. Dass die Schulpolitik künftig den Bürgermeistern überlassen werde, wurde quer durch die Fraktionen von den Gemeinderäten keinesfalls positiv gesehen. Bedenken, dass Schüler und Eltern die „Notleidenden“ dieser Reform sein könnten, äußerte Volker Nist (Freie Wähler). Er kritisierte den Druck, den die Kinder schon in der 4.Klasse aushalten müssten.

Dass auch ihm die Reform nicht gefällt, gab CSU-Fraktionssprecher Schorsch Kiermeir zu verstehen. Er stelle eine Konzentration zu Lasten der Hauptschule fest. Was die künftige Schülerbeförderung angeht, räumte Radloff ein, „dass mehr herumkutschiert wird“.

Bürgermeister Lingl forderte "konkrete Modelle mit allen Szenarien". Er gab zu verstehen, dass "die neue Geschichte" allenfalls im September 2011 starten könne.

Äußerst fraglich sei es für Lingl, ob Röhrmooser Schüler mit dem Bus erst nach Indersdorf fahren und an bestimmten Tagen weiter nach Altomünster. Mit den Worten „die ganze Suppe zahlen die Gemeinden“ machte Lingl deutlich, dass er sich ganz und gar nicht mit Spaenles Plänen anfreunden kann. (ost)

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