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Kinderbetreuung in Hebertshausen: Eltern machen Druck

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Hebertshausen - Die Kinderbetreuung ist für Deutschlands Städte und Gemeinden zu einer der drängendsten Aufgaben geworden. Auch Hebertshausen legt jetzt im Angebot nach. Nicht zuletzt, weil die Bürger Druck machen.

Dem Gemeinderat lag ein Bürgerantrag zur Bedarfsanpassung für die Kinderkrippe St. Peter vor. In dem Antrag fordern 148 Hebertshauser für die gemeindliche Kinderkrippe längere Öffnungszeiten, eine Verbesserung des Raumangebotes sowie einen Ausbau der Betreuungsplätze.

Bürgermeister Michael Kreitmeir sagte, dass der Bürgerantrag einige Formfehler aufweise, deshalb sei er formell unzulässig. Er schlug deshalb vor, die Eingabe als Petition zu behandeln.

Dies rief Mariann Klaffki (SPD) auf den Plan. Sie wollte, dass sich der Gemeinderat trotz der Formfehler mit den inhaltlichen Forderungen des Bürgerantrags befasst. „Das wäre auch ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber dem Bürger.“ Klaffki verwies zudem auf den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Krippenplatz ab 1. August. Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen werde in der Zukunft noch weiter steigen. Deshalb sei es dringend geboten, über die Errichtung von weiteren Krippenplätzen nachzudenken. Auch eine Verlängerung der Öffnungszeiten sei notwendig.

Kreitmeir versprach im Verlauf der Debatte, dass er die Forderungen der Eltern ernst nehmen werde und Lösungen anstrebe. Anfreunden konnte er sich allerdings nicht mit der Vorgehensweise der Antragssteller. Er hätte es begrüßt, so der Bürgermeister, wenn sich die Eltern mit ihm zu einem persönlichen Gespräch getroffen hätten, um die Angelegenheit zu besprechen. In der Sitzung noch sagte der Bürgermeister, dass keine einzige Unterschrift von Eltern vorliege, die eine verlängerte Betreuung wünschten. „Ich brauche aber eine verlässliche Buchung.“ Zwischenzeitlich aber fand das Gespräch zwischen Bürgermeister und betroffenen Eltern statt.

Eine Verlängerung der Öffnungszeiten in der Krippe sei jederzeit möglich, so Kreitmeir. Strittig ist allerdings, ob die Erweiterung des Angebots mit den derzeit sechs Mitarbeitern zu bewältigen ist. „Der derzeitige Anstellungsschlüssel ist dazu ausreichend“, so der Bürgermeister. Eine entsprechende Bestätigung von Magdalena Brummer von der Fachaufsicht im Landratsamt liege vor. Die Eltern hingegen sind der Auffassung, dass auch mehr Personal nötig ist.

Darüber hinaus will die Gemeinde in nächster Zukunft auch die im Bürgerantrag geforderte Schaffung von weiteren Krippenplätzen ins Auge fassen. Es soll eine weitere Gruppe mit zehn Krippenplätzen am derzeitigen Standort geschaffen werden. Bisher finden dort 24 Kinder Platz. Allerdings muss für einen Mieter, der im Gebäude wohnt, erst noch eine Ersatzbleibe gefunden werden. (khr)

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