Kindergärten werden zu Problemfällen

Altomünster - Die Anmeldungen für die Kindergärten der Gemeinde Altomünster sind drastisch zurückgegangen. Problematisch sind vor allem die beiden eingruppigen Einrichtungen.

Vor allem für die beiden eingruppigen Kindergärten Pipinsried und Wollomoos sieht es düster aus. So sind in Pipinsried von 25 verfügbaren Plätzen noch 13 frei, im Kindergarten Wollomoos sind im kommenden Kindergartenjahr nur 13 Plätze belegt.

Besser sieht es lediglich im zweigruppigen Kindergarten Oberzeitlbach aus, wo 14 Plätze frei bleiben, sowie bei den „Kleinen Strolchen“ (drei Gruppen) mit 13 freien Plätzen und dem von der AWO geführten dreigruppigen Kinderhaus Regenbogen mit nur zehn freien Plätzen. In der Kinderkrippe dagegen sind von 15 Plätzen nur noch drei frei.

Geschäftsleiter Christian Richter unterbreitete drei Szenarien. Zum einen kann die Gemeinde alles so laufen lassen wie bisher, nimmt aber eine Erhöhung des Kindergartendefizits um etwa 50 000 Euro (derzeit 400 000 Euro) in Kauf. Zum anderen könnten beide eingruppigen Kindergärten für ein Jahr geschlossen und die Kinder auf die restlichen Einrichtungen verteilt werden. Drittens wäre denkbar, nur einen der beiden eingruppigen befristet zu schließen. Die Geburtenzahlen gehen in manchen Orten weiter nach unten, so Christian Richter, in Altomünster und Wollomoos aber allmählich wieder nach oben. Personell könne man ebenso wenig einwirken, da jede einzelne Gruppe stets von zwei Kindergärtnerinnen betreut werden muss. Entschieden wurde an diesem Abend noch nichts. Kindergartenreferent Christian Schweiger betonte, sich bei 60 freien Plätzen ein langfristiges Konzept zu überlegen oder andere Pädagogik wie Montessori oder einen Waldkindergarten zuzulassen. Bis Mai soll nun in einer kleinen Arbeitsgruppe ein Konzept erarbeitet werden.

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