Kinderschutz e.V. hat keine Wahl

Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule muss schließen

Karlsfeld- Jahrzehntelang war sie eine große Hilfe für Kinder und Jugendliche in Schwierigkeiten: Die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule in Karlsfeld. Jetzt wird der Schulbetrieb eingestellt.

Der Kinderschutz e.V. wird spätestens zum Ende des Schuljahres 2015/2016 den Schulbetrieb der Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule in Karlsfeld einstellen. Der Grund: Eine Finanzierung des Förderzentrums ist nicht mehr möglich.

Seit vielen Monaten laufen Gespräche mit der Regierung von Oberbayern und mit dem Kultusministerium um Unterstützung zu bekommen – erfolglos. Nach fast 58 Jahren geht nicht nur eine Ära zu Ende. Norbert Blesch bedauert diese Entscheidung sehr. Der Vorsitzende des Kinderschutz schreibt in einer Pressemitteilung: „Es gehen Plätze für Kinder und Jugendliche verloren, die für deren Förderung und Entwicklung dringend gebraucht werden.“

Der Kinderschutz betreibt als staatlich anerkannter privater Schulträger seit 1958 die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule und ihre Vorgängerformen. Die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule ist ein Ort der Förderung und Begleitung von jungen Menschen, die insbesondere aufgrund von Bindungsstörungen, Verhaltens- und psychischen Auffälligkeiten, traumatisierenden Erfahrungen sowie sozialer Belastungen von der Teilhabe am Regelbildungssystem ausgeschlossen werden. Parallel dazu gibt es für die Kinder und Jugendliche Leistungen der Jugendhilfe sowie Angebote der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Logo- und Ergotherapie und Berufseinstiegsbegleitung.

Insgesamt werden in der Dr. Elisabeth-Bamberger-Schule jährlich in sieben Klassen mehr als 60 Schüler gefördert, 14 von ihnen stammen aus Stadt und Landkreis Dachau. Der Kinderschutz bedauert die Schließung der Schule. Auch intensive Gespräche mit dem Kultusministerium und der Regierung von Oberbayern ließen jedoch keine andere Entscheidung zu. Norbert Blesch betont: „Das Hauptaugenmerk muss nun darauf liegen, persönliche Härten für die Schüler und deren Eltern möglichst gering zu halten und für gute Lösungen zu sorgen.“

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