Müll-Lieferung: Bald könnte in der GfA auch Klärschlamm verfeuert werden. Foto: kn

Klärschlamm nach Geiselbullach?

Dachau - Die GfA könnte ein regionales Zentrum für Verfeuerung werden. Dazu wurde bereits eine Studie in Auftrag gegeben.

Das Ergebnis einer Studie liegt noch nicht vor, die Idee aber steht im Raum: Die Müllverbrennungsanlage Geiselbullach (GfA) an der Landkreisgrenze könnte zu einem regionalen Zentrum für die Verfeuerung von Klärschlamm werden. „Im Grunde ist es Unsinn, Schlamm quer durch Deutschland zu transportieren“, sagt Frederik Röder, Vorsitzender des Amperverbands (AV).

Derzeit lässt der AV, der das Abwasser vor allem aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck entsorgt, das bei der Reinigung anfallende Material in der Nähe von Leipzig verbrennen. 11 500 Tonnen werden pro Jahr durch die Republik gekarrt. Dabei liegt die von den Landkreisen Dachau und Bruck betriebene GfA so nahe an der AV-Kläranlage, dass man das getrocknete Material locker mit einem Förderband hinüberschicken könnte.

Allerdings sind noch einige Fragen offen. Die rund 25 000 Euro teure Studie soll unter anderem herausfinden, welche Umbauten in der GfA nötig wären und welche finanziellen Dimensionen das Projekt hätte. Außerdem soll geprüft werden, ob die GfA auch den Klärschlamm anderer Entsorger aus den Kreisen Dachau und Bruck aufnehmen könnte.

Thomas König, Geschäftsführer der nicht ausgelasteten Verbrennungsanlage, ist jedenfalls interessiert. Die GfA beteiligt sich mit 60 Prozent an den Kosten der Studie. (mm)

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