Das neue Rathaus weihte das Weixer G’schwerl schon ein.

Bilder vom Faschingsendspurt

Klein, aber fein: Der Weichser Maschkerazug

Weichs - Diesmal gab es keine Rekordzahlen: nur um die 30 Gruppen sind zum Weichser Maschkerazug gekommen. Dafür gab es aber ausgelassene Stimmung - und recht kreative Ideen zu sehen.

Mit einer Rekordteilnehmerzahl wird der 68. Weichser Maschkerazug gestern Nachmittag nicht in die Annalen einigen: Nur rund 30 närrische Wägen und lustige Fußgruppen waren diesmal mit dabei. Katharina Sedlmaier, Schriftführerin des Faschingskomitees, erklärte, dass einige Gruppen von auswärts, die sonst regelmäßig nach Weichs gekommen waren, blieben diesmal fern. Sie nannten „zu große Auflagen“ des Veranstalters als Grund, was Sedlmaier aber so nicht bestätigen wollte. Andere wiederum wurden bewusst abgelehnt, weil angeblich viele Weichser wünschten, dass der Zug durch die großen Wagen Auswärtiger nicht mehr so lang sein sollte. Dazu wurde noch einem Wagen aus dem benachbarten Landkreis Freising polizeilich ein Verbot erteilt, weil sich diese bei einem Umzug zuvor daneben benommen hatten.

Trotzdem ist und bleibt er etwas Besonderes, der traditionelle Weichser Maschkerazug am Faschingsdienstag. Auch diesmal säumten wieder eine Vielzahl von Besuchern die bunt geschmückten Straßen. Und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen. Wie immer haben insbesondere die heimischen Fußgruppen mit ihren Aufführungen dem Weichser Maschkerazug seinen unverwechselbaren Charakter gegeben. Doch es kamen auch etliche Teilnehmer von auswärts. Von den örtlichen Gruppen präsentierten sich zum Beispiel Jugendliche als „Aufhauser Jäger“. Die Gartenwebers waren als lustige Emojis unterwegs. Der Partybus Biechlhof nahm den Autoabgas-Skandal aufs Korn, wie auch die Weichser „Juniors“. Die Undertakers ließen so manchem Zuschauer einen „Rollator-Führerschein-Test ab 75“ machen. Thomas Sänger machte als Hexenmeister auf das „Hexenlose Weix“ aufmerksam und suchte heiße Hexen für das neue Mundoleum.

Mit dem Rathaus kam ihm s’Weixer Gschwerl zuvor: Sie feierten als Kommunalpolitiker maskiert die Eröffnung des neuen Rathauses. Die „Unglaublichen Mädels“ tänzelten als Cup Cakes mit ihren jungen Küchenmeistern durch die Gegend. Als fangfrische Tintenfisch-Fraggles war ein Stammtisch zu sehen. „Füa ois is a Graud gwax´n, a füa eire krumma Hax´n“, so die „Faschingsgeschädigten“.

Sportlich wurde es beim Giro de Weix, wo die FC Vollgasler auch dank Doping- und Service-Wagen Top-Kondition bewiesen. Dass man Eishockey auch ohne Eis spielen kann, zeigte eine Teilnehmergruppe aus Aufhausen. Als Fliegenpilze sah man eine Gruppe aus Weichs. Nicht unerwähnt dürfen die „G’sundn Maschkera“ bleiben, die sich, da von ihnen immer weniger mitmachen, einfach Verdreifachten, und schon war man wieder eine große Maschkera-Gruppe. Aber auch etliche nicht direkt erkennbare kleinere Gruppen und Einzelpersonen mischten sich unter die Zugteilnehmer.

Fasching in Weichs: Das sind die Bilder vom Umzug am Dienstag

Weix bleibt einfach Weix - so dachten viele der Besucher, die an den Straßen nicht mit Beifall für die närrischen Ideen sparten. Während sich die Kleinen über die vielen Süßigkeiten der Narren freuten, nahmen die Erwachsenen gerne das kulinarische Angebot an den Standln an.

Wegen der Ausschreitungen im vergangenen Jahr wurde heuer kein Festzelt aufgestellt, sondern ein Faschingstreiben im Freien mit DJ Franz inmitten des Ortes veranstaltet, das aber bereits gegen 20 Uhr enden sollte. Dafür gab es im Sport- und Bürgerhaus einen Kehraus mit der Liveband Ratzeputz.

(nef)

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