Kloster wird für 25,4 Millionen Euro generalsaniert.

Indersdorf - Einst als wenig spektakuläre Instandsetzung vorgesehen, haben sich die Planungen für das Kloster Indersdorf zur gewaltigen Generalsanierung entwickelt.

Auch der Landkreis muss tief in die Tasche greifen. Nach der Vorstellung der Kostenschätzung im Schul- und Kreisausschuss des Landkreises brachte Marianne Klaffki, SPD-Fraktionssprecherin im Kreistag, die Sache auf den Punkt: „Ein denkmalgeschützter Altbau ist eine Wundertüte.“ Die gehört eigentlich der Erzdiözese München und Freising. Weil in dem Kloster aber 18 Klassen der Realschule Vinzenz von Paul untergebracht sind, sitzt auch der Landkreis Dachau als Sachaufwandsträger für weiterführende Schulen mit im Boot.

5,5 Millionen waren ursprünglich vorgesehen, um das Kloster- bzw. Schulgebäude wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Dann aber stellte sich heraus, dass eine umfangreiche Generalsanierung Not tut – nicht zuletzt, weil der wunderschöne Deckenstuck an der einen oder anderen Stelle den Kampf gegen die Schwerkraft zu verlieren begann.

Was als kleinere Instandsetzung geplant war, wurde in der Schul- und Kreisausschusssitzung jetzt unter der Bezeichnung „Generalinstandsetzung im ehemaligen Kloster mit Brandschutzmaßnahmen und Stucksanierungen sowie Erweiterung um eine Pausenhalle“ behandelt. Kostenpunkt: 25,4 Millionen Euro. Der Landkreis wird sich mit bis zu acht Millionen Euro beteiligen. Im Landratsamt hält man die teure Sanierungsvariante für unumgänglich. Albert Herbst vom Sachgebiet Kreiseinrichtungen: „Es gibt keine Alternative dazu. Wir müssen das anpacken.“

Erstaunt zeigten sich einige der Kreisräte über die voraussichtliche Dauer der Arbeiten: Noch heuer soll begonnen werden, das Ende der Maßnahmen ist für 2017 geplant. Landrat Christmann nannte als Grund: „Wir strecken den Zeitraum, damit der Schulbetrieb sinnvoll geschehen kann.“ (flg)

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