Klosterbräu-Bebauung: Gemeinderat macht „Rolle rückwärts“

Indersdorf - Der städtebauliche Vertrag mit der K&K Wohnbau GmbH ist unter Dach und Fach, ein Architektur-Büro mit der Vorlage der neuen Planung beauftragt.

Der Bebauung des so genannten Klosterbräu-Areals in Indersdorf scheint nichts mehr im Wege zu stehen.

Erst sollte mit einem Bebauungsplan, dann mit einem Vorhaben- und Erschließungsplan umgesetzt werden, und jetzt wird wieder das gestoppte Bebauungsplanverfahren aktuell. Der scheidende Bauamtsleiter Wolf-Dieter Schwaier sprach von einer „Rolle rückwärts“, die der Gemeinderat jetzt mache. In diese Zeit fallen monatelange Verhandlungen zwischen Gemeinde und Bauträger, in die sich schließlich das Kreisbauamt als Vermittler eingeschaltet hatte.

Jetzt scheint ein Schlussstrich unter das leidige Thema gezogen. Bürgermeister Josef Kreitmeir gab das Ergebnis im Gemeinderat bekannt. Demnach beinhaltet der städtebauliche Vertrag mit der K&K eine öffentliche Zufahrt der Parkplätze von der Ludwig-Thoma-Straße her, einen öffentlichen Gehweg am Biergarten entlang und einen Weg entlang der Roth – letzteres allerdings nur für den Fall, dass mehr als 20 Prozent der geplanten Bebauung mit allgemeiner Wohnnutzung belegt wird. Außerdem ist die Auflage für den Investor Inhalt des Vertrags, dass die alten Klosterbrauereigebäude innerhalb von zehn Jahren saniert werden sollen.

In einer der nächsten Sitzungen soll dem Gemeinderat die neue Planung vorgestellt und zur Billigung vorgelegt werden. Für diesen Fall würde der Bebauungssplan noch einmal öffentlich ausgelegt. Ein Abschluss des Verfahrens scheint also in Reichweite.

„Jetzt können wir nur noch hoffen, dass der Investor das Ganze umsetzt und auch baut, angesichts der derzeit wirtschaftlich so schweren Zeiten“, sagte zweiter Bürgermeister Hans Lachner.

Der Beschluss im Gemeinderat, das Bebauungsplanverfahren wieder zu beleben, fiel einstimmig. (tor)

Auch interessant

Kommentare