Kosten galoppieren davon

Hilgertshausen-Tandern - Die Kosten für die Friedhofserweiterung in Gumpersdorf sind seit der Planung 2008 um knapp die Hälfte angestiegen.

Dem Gemeinderat von Hilgertshausen-Tandern galoppieren bezüglich der Friedhofserweiterung an der St.-Ursula-Kirche in Gumpersdorf die Kosten davon: Schon 2008 wurde der Plan für die Friedhofserweiterung genehmigt. Damals wurde von 300 000 Euro Baukosten ausgegangen, mittlerweile muss man aber für dieselbe Leistung 447 000 Euro hinblättern. Der Planer Hans Brugger aus Aichach erklärte, was so manchen Gemeindedass die Baupreise innerhalb von sechs Jahren enorm gestiegen sind. Das hat so manchen Gemeinderat erschreckt.

2008 hätte man bauen können. Da der Bedarf an neuen Gräbern aber kleiner war als erwartet, wurde der Friedhof auf die lange Bank geschoben. Jetzt stehen aber nur mehr wenige Grabstellen für eine Neubelegung zur Verfügung. Deshalb ist es notwendig, das Projekt umzusetzen und entsprechende Vorbereitungen zu treffen.

Die Gemeinde beabsichtigt daher, noch in diesem Jahr mit dem ersten Bauabschnitt der Friedhofserweiterung zu beginnen. Im Finanzplan/Investitionsprogramm sind Mittel für dieses Vorhaben eingestellt. Wegen der enormen Kostensteigerung wurde nun der Planer beauftragt, nach Kosteneinsparungen zu suchen. Wie Brugger auflistete, könnte statt eines asphaltierten Wegs ein wassergebundener Weg gebaut werden, was eine Kostenersparnis von 3500 Euro bewirken würde. Ursprünglich war für die Hauptachse des Friedhofs Granit als Bodenbelag vorgesehen. Wenn man hier statt Granitpflaster einen wassergebundenen Belag vorsehen würde, ließen sich laut Brugger rund 13 000 Euro sparen. Allerdings: „Der Pflegeaufwand wäre dann etwas größer“, so der Planer. Kosten ließen sich auch sparen, wenn statt der sechs Urnensäulen zunächst nur drei gebaut werden, so Bruggers Vorschlag. Ach wenn dies aktuell die Kosten um 13 500 Euro senkt, ist „das aber keine echte Ersparnis“, wandte Vize-Bürgermeister Adi Doldi (CSU) ein.

Lang diskutierte man auch über das von den Bürgern gewünschte Friedhofs-WC, das weitere 30 000 Euro kostet. Brugger bezifferte die Gesamtkosten mit 474 000 Euro. Darin seien aber auch die Kosten für die Stromversorgung für eine spätere Beleuchtung und die Trinkwasserversorgung fürs Friedhof-WC enthalten.

Dass man relativ lang über die Kosten des künftigen Friedhof-WCs diskutierte, wollte Martin Güll (SPD) nicht verstehen. „Es geht doch hier nicht um ein Bauwerk für zwei Jahre, sowas baut man doch für lange Zeit, und da sollten wir auch nicht um Kosten für ein ordentliches Behinderten-WC feilschen“, so Güll.

Grunderwerbsmäßig gibt es kein Problem, denn die Bischöfliche Finanzkammer Augsburg hat sich schon im Jahre 2005 in Abstimmung mit der örtlichen Kirchenstiftung bereiterklärt, das für die Friedhofserweiterung erforderliche Grundstück zur Verfügung zu stellen. Wie Architekt Brugger ausführte, ist nun angedacht, schon im September 2014 den Bauauftrag zu vergeben und im Oktober 2014 mit den Bauarbeiten zu starten. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2015 angedacht. (ost)

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