Der Künstler in seinem Atelier in Westerholzhausen, Rudi Tröger macht sich rar. Foto: Sch

Künstlergeburtstag: Rudi Tröger steht für höchste Malkultur

Indersdorf - Der prominente, aber in Dachau kaum in Erscheinung tretende Maler Prof. Rudi Tröger wird am heutigen Montag 80 Jahre alt.

Der Künstler ist international bekannt und unterrichtete 25 Jahre lang an der Münchner Akademie. Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt und arbeitet er in Westerholzhausen bei Indersdorf.

Aus Rudi Trögers Bildern sprechen betörende Sinnlichkeit und sanfte Melancholie. Dabei zeigen seine gemalten Welten das Naheliegende und Vertraute der eigenen Umgebung: den sommerlichen Garten, den Badesee, die Äpfel, eine Schafherde in den Bergen, den Blick aus dem Fenster. Zeitlebens hat Rudi Tröger an der gegenständlichen Malerei festgehalten, auch dann, als ihr Ende schon besiegelt schien. Aus dieser konsequenten Haltung heraus ist ein Oeuvre von höchster Malkultur und einzigartigem Ausdruck entstanden.

1993 erhielt er den Kunstpreis der Stadt München und den Friedrich-Baur-Preis für Bildende Kunst. Im Hubertussaal in der Münchner Residenz hängen zehn große Gartenbilder von ihm. Rudi Tröger stellt in New York und in Zürich aus und wird in München exklusiv von der Galerie Fred Jahn in der Maximilianstraße vertreten.

In Dachau macht er sich rar. Er scheut den offiziellen Kunstbetrieb, bevorzugt stattdessen die Idylle und Zurückgezogenheit seines alten Schulhauses auf dem Land. Nur einmal, 1994, fand in der Neuen Galerie eine Ausstellung mit seinen Druckgrafiken statt. Immerhin besitzt die Gemäldegalerie Dachau ein 1988 entstandenes Bild, einen blauen Malvengarten, von ihm.

Der Maler hat auch nichts dagegen, wenn man seine Bilder als „schön“ bezeichnet. Es sind die Poesie und der Ausdruck von Harmonie, also die Versöhnung zwischen Mensch und Umwelt, die seine Bilder zu einem hinreißenden Stück Malerglück machen. (sch)

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