Kürbis-Meisterschaft: Schwer was los in Sickertshofen

Dachau/Sickertshofen - Das Hofgut der Familie Loock in Sickertshofen war am vergangenen Samstag wieder Schauplatz der Bayerischen Kürbis-Meisterschaft. Stattliche Schwergewichte waren zu bestaunen, der Siegerkürbis brachte 575 Kilo auf die Waage.

Der Wettbewerb wurde bereits zum dritten Mal im Rahmen des Hoffestes „Kunst&Kürbis“ ausgerichtet. Den „Startschuss“ gaben die Dachauer Jagdhornbläser.

Wie schon 2012 kommen die Sieger auch diesmal aus Schwaben. Die Abteilung Garten-, Landschafts- und Gemüsebau des Berufsbildungswerkes St. Elisabeth Augsburg wurde mit einem 575 Kilogramm schweren „Atlantic Giant“ Bayerischer Meister. Den zweiten Platz belegte Sven Zirkelbach aus Heustreu bei Neustadt an der Saale mit einem Prachtexemplar von 539 Kilogramm. Dritter wurde Michael Asam aus Heretshausen mit seinem 497 Kilogramm schweren Giganten. Der viertschwerste Kürbis von Michael Simml aus Kalsing in der Oberpfalz brachte immerhin noch 384 Kilogramm auf die Waage, und das fünftschwerste Exemplar von Thomas Niederhofer aus Passau wog noch 251 Kilogramm.

Die Züchter des Siegergewächses, Ausbilder Andreas Hofmann und seine Azubis, konnten sich über ein Preisgeld von 500 Euro freuen, für die Zweit- und Drittplatzierten gab es 300 und 200 Euro. Ausrichterin Walburga Loock, die auch mit eigenen Züchtungen am Wettbewerb teilnahm, freute sich riesig über die große Resonanz und besonders über die angelieferten „Riesendinger“, die in ihrer Kürbisausstellung zum Teil noch bis Ende Oktober auf dem Hofgut zu sehen sein werden.

Als Moderator beim Kürbiswiegen stand Walburga Loock diesmal Bezirkstagspräsident Josef Mederer zur Seite, der souverän und mit viel Sachverstand durch den Wettbewerb führte und den Kürbiszüchtern so manches Geheimnis entlockte. So war zu erfahren, dass der richtige Boden, gutes Düngen und ausreichende Wasserversorgung genauso wichtig für den Erfolg sind wie viele „Streicheleinheiten“.

Mit einem Gabelstapler wurden die empfindlichen Kürbisriesen herangefahren und von zwei Helfern ganz vorsichtig auf die elektronische Bodenwaage gehievt, wo grammgenau das Gewicht festgestellt wurde. Raimund Burghardt aus Holzkirchen, der dem GPC-Weltverband der Kürbiszüchter angehört, wachte darüber, dass alles regelkonform ablief, denn schließlich werden die Teilnehmer an der Bayerischen Meisterschaft in die Weltrangliste aufgenommen. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel an dem sonnigen Nachmittag und durften vor dem Wiegen Schätzungen über das Gewicht abgeben. Die dem tatsächlichen Gewicht am nächsten liegende Schätzung wurde jeweils mit Schokolade belohnt. (ela)

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