In seiner Bibliothek zeigt Rauffer die Textsammlung für das Ludwig-Thoma-Portal. Foto: sch

Kultur bestimmt sein Leben

Dachau - Heinrich Rauffer ist ein echter Dachauer, der sich in besonderer Weise für das Kulturleben in der Stadt verdient gemacht hat. Heute feiert er seinen 75. Geburtstag.

Heinrich Rauffer war 30 Jahre lang, von 1966 bis 1996, ununterbrochen Kulturreferent, gehörte ebenso lang dem Bauausschuss an und war Jurymitglied des 1977 geschaffenen städtischen Fassadenpreises. 1990 regte er an, den Dachauer Kulturausschuss zu gründen, dem er ebenfalls bis 1996 angehörte. Rauffer wurde Mitglied des Kuratoriums als 1974 die Stadtbücherei in Trägerschaft mit den Dachauer Pfarreien aus den früheren Pfarrbüchereien entstand, und als 1981 der Zweckverband Dachauer Galerien und Museen gegründet wurde, wurde er Verbandsrat.

Rauffer initiierte die Internationalen Meisterkonzerte im Dachauer Schloss sowie die 1995 abgeschlossene Renovierung der Krumpperkapelle im Stadtfriedhof. Mit einer Spendenaktion gelang es ihm 500 000 Mark zu sammeln, und die Kapelle vor dem Abriss zu retten. Für seine vielen Verdienste erhielt Heinrich Rauffer 1997 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1998 wurde ihm der Goldene Ehrenring der Stadt Dachau verliehen.

1973 übernahm Heinrich Rauffer mit Schwester Irmengard das Geschäft für Herren- und Knabenkonfektion von den Eltern Josef und Euphrosina, und führte es bis zum Jahr 2000. Das Haus ist Heinrich Rauffers Stolz. Dort befand sich von Oktober 1894 bis Mai 1897 Ludwig Thomas Kanzlei. Dem Schriftsteller zu Ehren wurde 1971 vom Bildhauer Reinhold Grübl das große kupferne Portal gestaltet. Es trägt Gravuren mit Zitaten aus Ludwig Thomas Werken.

Neben der Liebe zur Musik interessiert sich Heinrich Rauffer seit vielen Jahren für die Kultur Indiens. Er hat das Land seit 1970 zehnmal besucht und ist Mitglied im Indien-Institut in München. Daneben schenkt er seine Aufmerksamkeit der Literatur. Goethe ist sein ständiger Begleiter. Auf ihm gründet sich Heinrich Rauffers Leitfaden: „Alles was der Mensch treibt, kultiviert ihn.“ (sch)

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