Johannes Neuhäuslers Wunsch ging 1960 in Erfüllung: Die Todeangst-Christi-Kapelle wurde eingeweiht. Foto: Michael Betz

KZ-Gedenkstätte Dachau: 50. Jahrestag der Todesangst-Christi-Kapelle

Dachau - Vor 50 Jahren wurde die Todesangst-Christi-Kapelle eingeweiht. Zum Jahrestag kommt Bischof Reinhard Marx am Sontag nach Dachau.

Schon Pater Leonhard Roth hatte die Idee gehabt, ein katholisches Gotteshaus auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zu errichten. Dennoch geht die Todesangst-Christi-Kapelle vor allem auf Bischof Johannes Neuhäusler zurück. Er machte sich besonders für den Bau stark, er weihte die Kapelle am 5. August 1960 im Rahmen des Eucharistischen Weltkongresses in München und im Beisein von 50 000 Besuchern ein.

Es war der erste kirchliche Bau, der als geistlicher Ort der Erinnerung, Mahnung und des Gedenkens auf dem ehemaligen KZ-Gelände errichtet wurde. Den Namen bestimmte der damalige Erzbischof Kardinal Joseph Wendel. Neuhäusler schrieb, dass der Namen auf die Todesangst verweise, „unter der in diesem Lager Zehntausende jahrelang Tag und Nacht gelitten haben“. (mm)

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