Lackierer soll Elfjährigen geschlagen haben

Dachau/Karlsfeld - Vor dem Dachauer Amtsgericht hatte sich ein 32-jähriger Karlsfelder zu verantworten, der einen elfjährigen Buben geschlagen haben soll.

Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Der Karlsfelder soll den Buben auf dem Kinderspielplatz an der Hochstraße geschlagen haben. Dort wurde der Sohn des Angeklagten von einem Klassenkameraden traktiert. Der Lackierer ging dazwischen.

Wie er das tat, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Eltern des Klassenkameraden behaupteten bei der Polizei, der 32-Jährige habe ihren Sohn zweimal auf die Brust geschlagen, ihn mit einem Kraftausdruck beleidigt und gedroht, ihn umzubringen.

Den Ausführungen des Angeklagten zufolge war der Vorfall aber weitaus belangloser. Er habe das Kind nur leicht an der Schulter geschubst. Dass dessen Eltern seiner Ansicht nach offensichtlich derart übertrieben, erklärte sich der Mann damit, dass „sie Geld brauchen. Deshalb haben sie mich angezeigt.“

Geld bekommen die Eltern aber keineswegs. Richter Lukas Neubeck stellte das Verfahren gegen eine Zahlung von 1000 Euro an das Rote Kreuz ein. „Man schubst keinen Elfjährigen“, gab der Richter zu bedenken. (flg)

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