Mit aller Macht wollen sich die ASV-Damen gegen den Abstieg stemmen. Foto: hab

Lage ist ernst, aber noch nicht prekär

Dachau - Nachdem sie die Vorrunde mit fünf Pleiten in Folge abgeschlossen haben, starten die Bayernliga-Handballdamen des ASV Dachau am Samstag in die Rückrunde der Saison 2009/10.

Und diese Rückrunde kann noch recht turbulent werden für das angeschlagene ASV-Team. Denn mittlerweile ist die Tabellensituation für die Stadtwälderinnen (Neunter mit 7:17 Punkten) sehr ernst geworden, aber noch nicht prekär.

Dies kann sich aber ganz rasch ändern, denn bereits eine Woche nach dem Gastspiel des Spitzenreiters HC Erlangen, steht der schwere Gang zum TSV Winkelhaid an. „Doch da müssen wir jetzt durch“, gibt ASV-Trainerin Marion Peccolo Durchhalteparolen an ihr verunsichertes Team aus. Denn erst im Februar kommen die Mannschaften auf das ASV-Team zu, die man als Gegner auf Augenhöhe bezeichnen kann.

„Auch wenn wir gegen den Spitzenreiter als krasser Außenseiter ins Spiel gehen, chancenlos sind wir gegen den HC Erlangen nicht“, glaubt Peccolo. Sie hofft, dass nach mehreren vergeblichen Anläufen auch mal der Knoten gegen einen der Großen platzt.

„Vorausgesetzt, mein Team kann wieder mit der tollen Moral und der prächtigen kämpferischen Einstellung aufwarten, mit der es sich gegen die anderen Topteams der Bayernliga zur Wehr gesetzt und über weite Strecken einen ebenbürtigen Gegner abgegeben hat“, blickt Peccolo nach vorne. Sie fügt hinzu: „Entscheidend dafür, dass wir trotz ansprechender Leistungen stets leer ausgegangen sind, sind die eklatanten Abschlussschwächen und das fehlende Glück, vor allem in den ganz engen Phasen.“

Das zieht sich bereits seit Saisonbeginn wie ein roter Faden durch das ASV-Spiel. „Das Abwehrverhalten ist zumeist recht ordentlich, die spielerischen Leistungen sind auch okay, aber im Angriff fehlt uns noch die nötige Durchschlagskraft und Treffsicherheit“, lautet das stets wiederkehrende Fazit der ASV-Trainerin.

Auch im Hinspiel, das der verstärkte HC Erlangen klar mit 28:19 für sich entscheiden konnte, war nicht alles schlecht auf Dachauer Seite. Es gab auch genügend positive Ansätze. „Einstellung, Einsatz und Moral haben gestimmt, Attribute, an denen wir uns aufrichten, und die uns wieder auf den Erfolgsweg zurück führen können“, sieht Peccolo der Rückrunde mit gedämpftem Optimismus entgegen. „Auch wenn es gegen Erlangen nicht zu einer Überraschung reichen sollte, so wollen wir doch unser Möglichstes tun, um dem Favoriten einen ausgeglichenen Kampf zu liefern und ein achtbares Ergebnis herausholen zu können.“ (sche)

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