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Gesunde Süßigkeit: Walter Schöttl (links) und Walter Niedermeier (Mitte) vom Kreisimkerverein Dachau überreichten 50 Gläser Honig an Landrat Stefan Löwl. 

Landkreis-Imker ziehen Bilanz

2018 war ein mäßiges Bienenjahr

Die Imker im Landkreis Dachau haben 50 Gläser naturreinen Honig an Landrat Stefan Löwl übergeben, der die gesunde Süßigkeit an Bedürftige weiterreichen wird. Für die Dachauer Bienenzüchter war 2018 ein eher mäßiges Jahr, aber es gibt auch eine gute Nachricht.

Traditionell hat der Kreisimkerverein Dachau kurz vor Weihnachten 50 Gläser naturreinen Bienenhonigs an den Landrat Stefan Löwl übergeben. Der Honig wurde von den Bienenvölkern am Lehrbienenstand in Markt Indersdorf geerntet. Der Vorsitzende des Vereins, Walter Niedermeier, sowie sein Stellvertreter Walter Schöttl überreichten die gesunde Süßigkeit an den Landkreis Dachau, diese wird an sozial bedürftige Personen weitergeben.

„Wir möchten mit dieser Spende die Bevölkerung des Landkreises auf die wichtige Bestäubungsleistung der Bienen, aber auch auf die hohe Qualität des Honigs aus der Gegend des Landkreises Dachau hinweisen“, meinte Niedermeier.

Der Kreisimkerverein Dachau mit seinen rund 300 Mitgliedern verzeichnete in diesem Jahr nach eigenen Angaben ein eher mageres Bienenjahr. Vor allem durch das frühzeitige und kurze Frühjahr konnten sich die Bienenvölker nicht rechtzeitig entwickeln. Später konnten dann die Bienen, bedingt durch den trockenen Sommer, nur wenig Nektar und Honigtau eintragen, und die Honigernte fiel mäßig aus. „Bedingt durch Wetterkapriolen und der intensiveren Landwirtschaft fanden dann ab Mitte Juli unsere Bestäuber zu wenig Nahrung. Und so können sich die Bienenvölker nicht vollwertig entwickeln. Somit müssen wir auch in diesem Winter mit Völkerverlusten rechnen“, sagt Niedermeier.

Aber es gibt auch positive Nachrichten für die Bienenzüchter: Die warmen Temperaturen bis in den September hinein haben dem größten Feind der Bienen zugesetzt: der Varroamilbe. „Die Milbe mag warme Temperaturen nicht, da sie sich dann nicht so gut vermehren kann“, sagt Walter Niedermeier. dn


Bienen übernehmen 80 Prozent der Bestäubung

Bienen sammeln nicht Honig, sondern sie produzieren ihn. Sie verwenden dazu als Grundstoffe Blütennektar und Honigtau, bearbeiten sie, mischen ihnen Fermente bei und lassen den Honig in Wabenzellen reifen. So entsteht ein einmaliges Naturprodukt – der Honig. Bei der Erzeugung des Honigs durch Bienen entstehen keine Schadstoffe, es wird keine Energie verbraucht, die Umwelt nicht belastet und unsere heimischen Natur hat dabei den größten Nutzen. Denn weit wichtiger für die Natur als der Honigertrag ist die Bestäubungsleistung für unsere heimische Pflanzenwelt. Denn 80 Prozent der Bestäubungsleistung unserer Obstbäume übernimmt die Honigbiene. Deshalb ist es wichtig, dass in jedem Dorf Bienenvölker gehalten werden, um auch bei kühlen Frühjahrstemperaturen genügend Bienen als Bestäuber zu haben. Bienen gelten als wichtiger Indikator für eine gesunde Umwelt. Entscheidend für gesunde Bienenvölker ist eine gute Versorgung der Bienen mit genügend Blütenpollen das ganze Jahr hindurch. „Leider haben unsere Bienen nur noch im Frühjahr einen reich gedeckten Tisch. Später im Sommer gibt es kaum mehr genügend Nahrung für die Bienenvölker“, so der Vorsitzende des Kreisimkervereins, Walter Niedermeier.

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