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Eine landwirtschaftliche Halle ist in Erlach nahe Altomünster in der Nacht von Samstag auf Sonntag niedergebrannt.

Großbrand in Altomünster

Landwirtschaftliche Halle brennt nieder

Altomünster - Eine landwirtschaftliche Halle ist in Erlach nahe Altomünster in der Nacht von Samstag auf Sonntag niedergebrannt. Die Eigentümer selbst hatten bis zum Eintreffen der Feuerwehr gelöscht - und die Flammen vom Kuhstall abgeschirmt.

Eine landwirtschaftliche Halle in Erlach nahe Altomünster ist bei einem Großbrand in der Nacht von Samstag auf Sonntag komplett niedergebrannt. Der Sachschaden liegt bei 500 000 Euro. Dass der Kuhstall neben der Halle kein Feuer fing, ist auch den Eigentümern des Anwesens zu verdanken.

Nur zwei Nächte nach dem verheerenden Brand des Mehrfamilienhauses in Dachau-Augustenfeld (wir berichteten) mussten die Feuerwehren im Landkreis zu einem weiteren Großbrand ausrücken. Ein vorbeifahrender Autofahrer hatte gegen 22.48 Uhr in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Altomünster ein Gebäude brennen sehen und die Polizei verständigt. Die Eigentümer selbst bemerkten das Feuer in der landwirtschaftlichen Halle zeitgleich und verständigten die Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Nebengebäude des landwirtschaftlichen Anwesens bereits im Vollbrand. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, ein Ausbreiten des Feuers auf die umliegende Bebauung zu verhindern, wie Kreisbrandmeister Maximilian Reimoser in seinem Pressebericht mitteilte.

Mit mehreren Löschrohren wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung verhindert, gegen 0.30 Uhr schließlich konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten begannen.

Ein noch größerer Schaden konnte dank zweier glücklicher Umstände verhindert werden: „Zum einen stand der Wind in der Nacht so günstig, dass Feuer und Rauch von den Nachbargebäuden weggetrieben wurden“, so Reimoser. Zum anderen ergriffen die Eigentümer des landwirtschaftlichen Anwesens bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits erste Löschmaßnahmen, indem sie mit zwei alten Feuerwehrschläuchen die Flammen vom benachbarten Kuhstall abschirmten. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern mitteilte, konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere nahe liegende Gebäude des Anwesens und das Wohnhaus „durch den massiven Einsatz der eingesetzten Feuerwehren verhindert werden“.

In dem betroffenen Gebäude war neben Maschinen, ein Bulldog und Heu auch Kunstdüngemittel gelagert. Um sicherzustellen, dass der Dünger durch das Löschwasser nicht in den nahe gelegenen Albersbach geschwemmt wurde, entnahm die Feuerwehr Wasserproben, die gemeinsam mit einem Vertreter des Umweltamts kontrolliert wurden. Glücklicherweise wurde keine Belastung festgestellt: Der Dünger ist laut Reimoser mit dem Löschwasser vermutlich in den trockenen Wiesen versickert.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Altomünster, Aichach, Dachau, Eichhofen, Eisenhofen, Hilgertshausen, Indersdorf, Oberzeitlbach, Pasenbach, Pipinsried, Tandern und Wollomoos mit insgesamt 140 Kräften. Daneben waren auch BRK, Polizei, Technisches Hilfswerk und Vertreter des Landratsamtes an der Einsatzstelle.

Nachdem die Lage unter Kontrolle war, konnten die alarmierten Feuerwehrkräfte ab 0.30 Uhr nach und nach wieder abrücken. Die Feuerwehr Altomünster übernahm bis zum Sonntagmorgen um 8 Uhr die Brandwache an der Schadensstelle.

Der Unterstand wurde durch das Feuer völlig zerstört. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 500 000 Euro. Die Brandursache ist noch völlig unklar. Wie Maximilian Reimoser erklärte, werden die Brandfahnder heute Vormittag die Arbeiten zur Klärung aufnehmen.

Die Ursache für den Großbrand in Dachau-Augustenfeld ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern.

Bilder: Großbrand in landwirtschaftlicher Halle

Bilder: Großbrand in landwirtschaftlicher Halle

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