Gut gestärkt in den Tag. Bei der Aktionsveranstaltung im Klosterkindergarten erfuhren die Mädchen und Buben, wie man sich gesund ernährt und es trotzdem schmeckt. Fotos: Breitenberger

Lauter kleine Frühstückskönige

Dachau - Wie wird man Frühstückskönig? Was ist das Grüne unter dem Käse auf der Semmel? Und wieso ist das dunkle Brot gesünder als das helle?

Die Antworten gab Bäckermeister Peter Denk bei einem Aktionstag im Klosterkindergarten. Wie wichtig ein gesundes Frühstück ist, können Kinder gar nicht früh genug lernen. Deshalb startete die bayerische Bäckerinnung die Initiative „Richtig Frühstücken – kinderleicht“.

Mit verschiedenen Aktionen in Kindergärten wollen die Bäcker den Kleinen spielerisch erklären, worum es bei einem gesunden Frühstück geht. Die beteiligten Kindergärten bekommen zudem das Brett-Spiel „Wer wird Frühstückskönig?“ geschenkt. Gespickt mit Informationen rund um gesundes Essen, leistet das Spiel einen Beitrag zur Ernährungsaufklärung.

Beim Tag des Frühstückskönigs im Klosterkindergarten war ein buntes Programm geboten. Peter Denk legte den Kleinen ans Herz, dass das „richtige Frühstück die Grundlage für einen Tag zum Herumtoben ist“. Viel gesünder als nur ein großes Frühstück sei es zweimal morgens zu essen. Ernährungsexperten fanden heraus, dass es so weniger zu Heißhungerattacken kommt. Das erste Frühstück zu Hause sollte reichhaltig sein, und die Grundlage für den Tag bilden. Das zweite Mal wird dann im Kindergarten gefrühstückt. Dieser Zwischensnack sollte nur von leichter Kost sein. So wird das erste Frühstück aufgefrischt und die Kinder bleiben bis zum Mittagessen gestärkt. Besonders wichtig sei es, neben vielen Vitaminen auf ausreichend Ballaststoffe zu achten. „Je dunkler und schwerer ein Brot ist, umso mehr Ballaststoffe sind drin“, beschrieb Peter Denk den Kindern worauf es ankommt.

Nach all den Informationen haben sich die Kleinen eine Stärkung verdient. Der Bäckermeister hat für alle eine gesunde Brotzeit mitgebracht. Liebevoll verzierte Käse- und Wurstsemmeln mit einem Lach-Gesicht aus Tomaten- oder Gurken-Augen, einer Karotten-Nase und einem Paprika-Mund.

Wie wichtig die Theoriestunde gewesen ist, zeigte sich, als ein Sprössling skeptisch das Salatblatt von seiner Semmel zog und mit gerümpfter Nase fragte: „Was ist denn das Grüne?“ „Wenn man die Kinder frühzeitig an gesunde Ernährung gewöhnt, greifen sie später automatisch zu den richtigen Produkten“, betont Kintergartenleiterin Kathrin Geezy. Bedacht bringt sie mit ihrem Team spielerisch den Kindern eine gesunde Ernährung näher. Mit verschiedenen Projekten wie Müsli-Tagen, Markt-Besuchen oder einem Erntedankfest wird das Interesse geweckt. cb

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