Lidl bald größer?

Altomünster - Der 2006 auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Altomünster errichtete Lidl-Markt möchte seine Verkaufsfläche von 836 auf 1085 Quadratmeter vergrößern.

Kreisbaumeister Georg Renoth beurteilte dies jedoch als schwierig, da damit Richtlinien der Regierung von Oberbayern überschritten würden. Die Mehrheit des Gemeinderats hält eine Erweiterung des Discounters zu Lasten der Lagerfläche für möglich und beurteilt dies positiv. Allerdings muss gewährleistet sein, dass dies aus landesplanerischer Sicht verträglich ist, so der Kreisbaumeister.

Das Problem: Die Regierung stuft einen vergrößerten Markt bereits als Einzelhandels-Großprojekt ein. Diese dürfen sich in Kleinzentren wie Altomünster nur ansiedeln, wenn sie keine negativen Auswirkungen auf Nachbargemeinden haben. Einen Nachweis darüber hat nach Meinung des Gemeinderats die BBE Handelsberatung, in der Sitzung vertreten durch Markus Wotruba, in ihrem Gutachten geführt.

Die Regierung von Oberbayern sieht das anders. Und damit habe auch das Landratsamt der Erweiterung nicht zustimmen können, so Georg Renoth. Die Regierung müsse relativ strikt vorgehen, weil immer mehr Discounter aggressiv auch eben in die Kleinzentren gehen. Vor diesem Hintergrund sah Bürgermeister Konrad Wagner eine Erweiterung dieses Markes aber als weniger problematisch an, als eine Ansiedelung weiterer Billigmärkte. Angebote von zwei bis drei weiteren Ketten lägen bei ihm bereits auf dem Tisch. Nun soll die BBE Handelsberatung nochmals mit der Regierung von Oberbayern sprechen und die Verträglichkeit des Projekts wenn nötig genauer darlegen. Danach will sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema befassen.

Für den Ortskern ergeben sich laut Markus Wotruba und Bürgermeister Konrad Wagner jedenfalls keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil, so Wagner. Die Kaufkraft sei im Ort gestärkt worden. (sas)

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