Susanne Klatten wollte sich nicht erpressen lassen. Die Quandt-Erbin ging zur Polizei und zeigte Sgarbi an. Foto: kn

Liebte auch eine Frau aus Dachau den Klatten-Erpresser?

Dachau/München - Im Prozess gegen den mutmaßlichen Klatten-Erpresser Helg Sgarbi muss womöglich auch eine Dachauerin aussagen. Auch von ihr soll Sgarbi Geld gewollt haben.

Am 9. März beginnt in München der mit Spannung erwartete Prozess gegen den Schweizer. An vier Tagen will das Gericht klären, ob er die Quandt-Erbin Susanne Klatten erpressen wollte. Womöglich geht es aber um weitere Fälle.

Laut Anklageschrift sollen sich Sgarbi und eine Unternehmers-Gattin aus Dachau im Urlaub kennen gelernt haben. Wenig später erhielt die Frau einen Anruf ihres vermeintlichen Liebhabers, so die Staatsanwaltschaft. Dabei gab er vor, in Italien einen Unfall gebaut zu haben, bei dem ein Kind schwere Verletzungen erlitten habe – eine Masche, mit der Sgarbi öfters sein Glück versucht haben soll.

Es kam zu einem Treffen mit der Unternehmer-Ehefrau im österreichischen Achenkirch, wo Sgarbi erklärte, das Opfer, ein neunjähriger Bub, liege im Koma. Bei einer weiteren Zusammenkunft wurde Sgarbi konkreter: Er habe es mit „Zigeunern“ zu tun, die drei Millionen Euro Schadensersatz von ihm wollten; es drohe ein Prozess. Am selben Tag noch soll Sgarbi erklärt haben, er habe schon 2,2 Millionen zusammen, es fehlten aber noch 800.000 Euro, die die Dachauerin drauflegen sollte. Gezahlt hat die Frau nicht, so die Anklageschrift.

Gegenüber der Presse wollte sich die Unternehmer-Gattin bislang nicht äußern. (mm)

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