Zweimal Reischl: Vorsitzender Rudi Reischl (r.) und Bürgermeister Richard Reischl sprechen vor den Mitgliedern im Gasthaus Zigldrum. foto: khr

Lokalrunde aus Freude über neues Mitglied

Sulzrain - Die Soldaten-und Reservistenkameradschaft Ampermoching/Hebertshausen zählt derzeit 173 Mitglieder. Um die Mitgliederstärke halten zu können, sicherte Bürgermeister Richard Reischl Unterstützung zu.

Zur Jahresversammlung der Soldaten-und Reservistenkameradschaft Ampermoching/Hebertshausen am Dreikönigstag sind 38 Mitglieder in das Vereinslokal Gasthaus Zigldrum gekommen. Bei der Totenehrung gedachte die Versammlung besonders den Mitgliedern Hans-Gerd Neiß, Georg Schuhbauer und Adam Schiller, die im vergangenem Jahr verstorben sind. Trompeter Maxi Forster blies ihnen zu Ehren auf der Trompete das Lied vom „Guten Kameraden“.

Es folgten die Berichte aus dem Vorstand. 173 Mitglieder zähltder Verein, wie Schriftführer Klaus Rabl mitteilte. Dass der Verein auf soliden finanziellen Beinen steht, war aus den Worten des Kassiers Klaus Wallner zu entnehmen. Derzeit sei ein gutes Polster vorhanden, es stünden in nächster Zeit aber auch einige Ausgaben an. „Wir sind ja kein Sparverein, wir werden auch etwas investieren“, sagte Wallner. Er meinte damit unter anderem den für 2016 geplanten Vereinsraum.

Vorsitzender Rudolf Reischl blickte zurück auf das Vereinsjahr 2014. Er hat rund dreißig Termine wahrgenommen. Darunter waren allein siebzehn runde Geburtstage von Mitgliedern. Veranstaltungen bei denen der Verein präsent war, gab es auch einige: die Frühjahrs- und Herbsttagung des Kreisverbandes, Fronleichnam, Tag der Vereine, Primiz von Pfarrer Gerhard Wiesheu, zwei Vorstandssitzungen, Treffen der Vereinsvorstände mit dem Bürgermeister und der Volkstrauertag an den Kriegerdenkmälern.

Für den Sozialfond der Gemeinde hat die Soldaten- und Reservistenkameradschaft zu Weihnachten für den 100 Euro gespendet, erklärte Rudi Reischl weiter. „Wir haben damit einigen Kindern ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht. Alles miteinander braucht halt auch organisieren und das ist für mich manchmal gar nicht so leicht, da ich ja auch noch einen Beruf habe“, sagte er. Sein Dank galt deshalb den Vorstandsmitgliedern und der Fahnenabordnung, die bei Bedarf zur Verfügung stehen. Ein Dankeschön ging auch an die Obst- und Gartenbauvereine, die die Kriegerdenkmäler mit Blumen versorgen.

Für die Böllerschützen sprach Gerhard Roth. Insgesamt sind die Böllerschützen im Jahr 2014 zwölf Mal ausgerückt. Sie waren beim Frühlingsfest auf der Theresienhöhe, beim Stadtgründungsfest auf dem Marienplatz und beim Oktoberfestschießen unter der Bavaria. Geschossen wurde auch beim Volkstrauertag an den Kriegerdenkmälern. Mit Peter Kern kam 2014 ein neuer Böllerschütze dazu.

In seinem Grußwort appellierte Bürgermeister Richard Reischl an die Mitglieder, den Verein weiter aufrecht zu erhalten. „Drei Generationen sind nun bei uns von Kriegen verschont geblieben. Wichtig dabei ist, dass die Soldaten- und Reservistenvereine immer als Mahner auftreten und an die gefallenen und vermissten Soldaten der Weltkriege erinnern.“ Eine erfreuliche Nachricht hatte er auch noch parat. Die Gemeinde will die örtlichen Vereine bestmöglichst fördern. Er möchte die Koordinierung der Vereine besser in den Griff bekommen. Termine sollen abgesprochen werden und die Vereine in der Bevölkerung besser bekannt gemacht werden. Dazu soll auch das Informationsblatt der Gemeinde, der „Steinbock“, mit eingebunden werden. Vorsitzener Rudolf Reischl sprach dann einige Punkte an, die der Verein demnächst regeln möchte. Das Kriegerdenkmal in Ampermoching soll im Frühjahr entmoost werden und die Namen von inzwischen verstorbenen Kriegsteilnehmern sollen auf den Kriegerdenkmälern aufgeführt werden. Im Mai oder Juni soll es aber wieder einen Vereinsausflug geben. Angedacht ist ein Besuch im Armeemuseum Ingolstadt oder eine Fahrt nach Friedrichshafen zum Zeppelinmuseum.

Bürgermeister Richard Reischl informierte abschließend über den Umbau des Bauhofs. Die Maßnahen kosten der Gemeinde 1,7 Millionen Euro. Die Feuerwehr Ampermoching wird bis zur Fertigstellung ausquartiert und kommt einstweilen im Feuerwehrhaus Hebertshausen unter. Der Bauhof zieht um in die Halle am Klärwerk. „Der Dorfgemeinschafts- oder auch Vereinsraum steht nach der Baumaßnahme allen Vereinen offen. Allerdings wird dort keine „Wirtschaft“ entstehen. Sondern der Raum soll den Vereinen lediglich für Besprechungen oder ähnlichem zur Verfügung stehen.

Am Ende der Versammlung trat Wirtssohn Florian Zigldrum unter dem Beifall der Mitglieder der Soldatenkameradschaft bei. Vorsitzender Rudi Reischl freute sich so über das neue Mitglied, dass er eine Lokalrunde schmiss.

(khr)

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