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Manchmal bairisch, immer intelligent

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Mit versponnenen Reflexionen amüsierten Hans Kimm und Edgar Forster ihr Publikum und brachten es zum Nachdenken.  Foto: KRA
Mit versponnenen Reflexionen amüsierten Hans Kimm und Edgar Forster ihr Publikum und brachten es zum Nachdenken. Foto: KRA

Egenburg - Ein literarisches Quintett hatte am Samstag seine Zelte im Egenburger Rathaus aufgeschlagen: der „Dachauer Dichterkreis“.

Dahinter verbergen sich einige prominente Köpfe, wie der Dachauer Stadtrat Dr. Edgar Forster und der ehemalige Schulamtsdirektor Herbert Schuierer. Wie schon des öfteren an ihrer Seite: Die Gebrüder Kimm, Hans und Martin, sowie Bernd Fritz, der den Altersdurchschnitt der Poeten etwas senkte. Lebensweise und selbstironisch präsentierten sich die fünf Herren: Forster liebt den Wortwitz, Martin Kimm ist der Philosoph. Fritz dichtet in der Nachfolge von Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Robert Gernhard. Schuierer und Hans Kimm lieben Reflexionen, die sie zuweilen in versponnene Höhen tragen. Manchmal bairisch, manchmal hochdeutsch, meistens pointiert und immer intelligent.

Der erste Teil des Abends umfasste das Leben in seiner ganzen Tiefe und Breite: von Forsters Reflexionen über seine Lederhose, seinen prächtigen Charivari und die Männlichkeit als solche bis hin zu Schuierers Vision eines Handwerkers am Himmelstor, der entsprechend seiner abgerechneten Stunden schon 150 Jahre alt sein müsste. Das Publikum, darunter Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech, amüsierte sich prächtig, hatte aber auch einiges zum Nachdenken.

Nach der Pause wurde es - passend zur Jahreszeit - weihnachtlich-besinnlich. Die fünf Hobbydichter touren schon seit 2009 in wechselnden Besetzungen durch die Lande. Die Einnahmen ihrer Veranstaltungen kommen karitativen Zwecken zugute. (kra)

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