Manegengaudi mit Lady Gaga

Dachau - Für die fünfte Jahreszeit hatte sich das THW Dachau viel einfallen lassen: Unter dem Motto „Die Nacht in der blauen Manege“ gab Zirkus Johnalli in Günding seine erste Vorstellung.

Mehrere Wochen waren 65 Mitglieder des Technischen Hilfswerks Dachau mit den Vorbereitungen und der Dekoration der Zirkusarena beschäftigt. Dabei gestalteten die THWler nicht nur den großen Tanzsaal in eine Manege um; auch die Bars verwandelten sie in Käfige, in die sich am vergangenen Wochenende nur die Mutigsten hineintrauten. Gefährliche Raubkatzen, wilde Löwen, Zebras, Elefanten und Gorillas liefen in der geschmücken Halle frei herum. Panik brach dennoch nicht aus: Die Schlangenbeschwörer, Löwendompteure und Zirkusdirektoren hatten die Situation unter Kontrolle.

Gleich zu Beginn des Abends sorgte die Band The Finerippers für Stimmung. Die Dachauer Faschingsgarde mit Prinz Dario I. und Prinzessin Karin I. wagte sich in die Höhle des Löwen und begeisterte das Publikum. Eine Attraktion der ganz anderen Art war das Lila-Kuh-Pärchen: Herr und Frau Kuh verteilten Beruhigungsschokolade und zähmten damit so manches wild gewordene Tier.

Ein Casting für Zirkustalente bildete den Höhepunkt des närrischen Abends. Marianne Rosenberg, diesmal in Begleitung ihres schönen fremden Mannes, Balu dem Bären, sang sich in die Herzen der Zuschauer. Sogar die Band Modern Talking startete ein Comeback. Außerdem war Chris Böttcher mit seinem Wiesnhit „Zehn Meter Geh“ mit von der Partie. Lady Gaga heizte dem Publikum mit ihrem Song Pokerface so richtig ein. Als die Gruppe The Evolution of Dance ihr Können unter Beweis stellte, und dann auch noch der tanzende Zirkus-Zwerg einen Hit-Medley darbot, war die Begeisterung so richtig groß, und kaum noch jemand hielt sich auf seinem Platz.

Närrisch gut war der Auftritt von Beyoncé und ihren zwei wunderschönen Backround-Sängerinnen. Nur in Damenbodys gehüllt, verwandelten diese verkleideten Männer die THW-Halle in eine wahre Showbühne.

Auch wenn nicht abschließend geklärt wurde, wer nun als Sieger aus diesem Talentwettbewerb hervorging, feierte die Zirkusgesellschaft noch ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden. Trotz der Feierlaune nahm das THW seine Aufgabe wahr. Hätte es einen Notfall gegeben, wären einige THWler schnell zu Hilfe geeilt.

THW-Chef Georg Leitenstorfer alias Zirkusdirektor John freute sich sehr über den gelungenen Abend. Mehr als 500 Gäste in sensationellen Kostümen machten aus der Nacht der blauen Manege ein unvergessliches Spektakel. Da wird sich so mancher Faschingsgast schon jetzt auf nächstes Jahr freuen, wenn es wieder heißt: Manege frei für alle Narren! (reg)

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