„Am liebsten in Bayern“: Markus Söder sprach in Haimhausen. Foto: siglinde haaf

Markus Söder beim Neujahrsempfang

Haimhausen - Bernhard Seidenath, Ortsvorsitzender und MdL, begrüßte in Haimhausen den Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Markus Söder.

Zahlreiche Mitglieder des Ortsverbands sowie Ehrengäste aus der Landkreis- und Landespolitik waren in die Bavarian International School gekommen. „Handeln statt Zuschauen, wie etwas kaputtgeht“, hörten sie von Markus Söder als Antwort auf die momentane Wirtschaftskrise, die er als die schlimmste seit 1929 bezeichnete. „Der Bund muss Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft vorziehen. Gerade die vielen Zulieferer der Autoindustrie brauchen eine Überlebenschance“, sagte der Minister.

Weil aber die staatlichen Investitionen von jedem Steuerzahler getragen werden müssen, dürfe der einzelne Bürger bei diesem großen Konzept nicht übersehen werden. Söder spricht dabei von der allgemeinen breiten Bürgerschicht, die Tag für Tag morgens zur Arbeit geht, um am Monatsende von ihrem Gehalt die Steuern für die Allgemeinheit bezahlt. „Diese Leute tragen unser Land. Und die Pflicht der Politiker ist es, zu überlegen und durchzusetzen, was für jeden einzelnen dieser Bürger getan werden kann.“

Als weiteres Thema hatte der Minister die Gesundheitspolitik gewählt. Edles Ziel der Bundesregierung sei es, dass alle Menschen unabhängig von Einkommen und Herkunft dieselbe medizinische Versorgung bekommen. So bezahlen laut Söder die bayerischen Patienten hohe Beiträge an die Krankenversicherungen, die jedoch über Umverteilungsmechanismen nicht in Bayern bleiben, sondern beispielsweise in Thüringen oder Sachsen ankommen. Da aber die Leistungen von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegepersonal auch in Bayern bezahlt werden müssen, erhielten die Kranken in Bayern weniger, obwohl sie am meisten bezahlen würden.

Als Gastgeschenk übergab Bernhard Seidenath ein Aquarell vom Haimhauser Maler Dr. Andreas Schröder an den Minister. Markus Söder freute sich über die Darstellung der Burg seiner Heimatstadt Nürnberg und meinte schmunzelnd: „Ich hatte schon befürchtet, dass ich einen Bocksbeutel bekomme.“ (sh)

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