Ihr Handwerk beherrschen die Musiker der Blaskapelle Langenpettenbach. Sie wagten sich bei dem Konzert in Indersdorf an einige Meisterstücke heran und wurden mit großem Beifall belohnt. Foto: ost

Mehr als nur Bierzeltmusik

Indersdorf - Blasmusik kann viel mehr sein als Bierzeltmusik – das hat die Blaskapelle Langenpettenbach beim 32. Neujahrskonzert in der Indersdorfer Schulturnhalle eindrucksvoll bewiesen.

Das Repertoire dieses weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Orchesters reicht von Märschen, Polkas und Walzern über Ouvertüren und Opern bis hin zu bekannten Stücken aus der Filmmusik.

Den Konzertauftakt vor 400 Zuhörern bildete der Wagner-Marsch „Unter dem Doppeladler“, ehe das von Sigrid Kroll dirigierte Ensemble sofort in das Reich der Ouvertüre entführte. So waren die „Banditenstreiche“ von Franz von Suppé zu hören. Beim „Trombonikus“, einem Solo für Basstrompete, stand Sepp Metz im Mittelpunkt des Geschehens. Donnernden Beifall gab es dann für den Konzertwalzer von Johann Strauß Sohn, „Wiener Blut“. Beeindruckend dargeboten wurde auch „La Bohème“, eine Selection aus der Oper von Giacomo Puccini, bevor es mit dem Herzegowina-Marsch von Julius Fucik in die Sektpause ging.

In bewährter Weise hat auch heuer wieder Robert Brack aus Herrsching mit Witz und hintergründigen Humor durchs Programm geführt. Brack erinnerte an die Gründerzeit der Neujahrskonzerte, als noch Wast Kottermair den Taktstock geschwungen hat. Seit 1992 gibt nun aber die temperamentvolle Dirigentin Sigrid Kroll den Ton an, die mit „Gruß an Österreich“, dem Bravour-Marsch von Franz Watz den zweiten Konzertteil eröffnete.

Die Musiker zeigten jedenfalls, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Mit der Franz Watz-Polka „Freu dich des Lebens“ fanden sie ein ideales Stück zum Jahreswechsel und auch die solistische Polka von Josef Thums „Musikanten spielt’s auf“ war bestens dazu geeignet, mit Optimismus ins neue Jahr zu gehen. Dann bot das Orchester zauberhafte Filmmusik aus den James Bond Filmen. Die Musiker erinnerten an „Goldfinger“ ebenso wie an „All time high“ und „For your eyes only“.

„Glück auf“, der bekannte Marsch von Johan Wichers, sollte eigentlich der Schlusspunkt des auf hohem Niveau stehenden Konzerts sein. Doch da hatten die Dirigentin und ihr Orchester die Rechnung ohne das begeisterte Publikum gemacht. Erst nach zwei Zugaben, nämlich der Polka von Johann Strauß „Unter Blitz und Donner“ und dem bekannten Radetzky-Marsch gaben sich die Konzertbesucher zufrieden.

Die Dirigentin und die sieben Damen im Orchester durften abschließend von Brack noch Blumen in Empfang nehmen. Dass auch die Gemeindechefs von Indersdorf, Hilgertshausen-Tandern und Jetzendorf in der ersten Reihe saßen, hat den Chef der „Bembegga“, Thomas Fischhaber, natürlich besonders gefreut. In seinem Grußwort hat der Indersdorfer Bürgermeister Josef Kreitmeir betont, dass dieses Konzert vom kulturellen Leben in der Marktgemeinde nicht mehr wegzudenken sei. (ost)

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