Zurück zu den Wurzeln: Florian Marschall. Foto: Sch

Mensch und Natur in Tusche und Bleistift

Dachau - Unübersehbar im Atelier von Florian Marschall ist, welche Musik er mag, und dass er das schöne Geschlecht verehrt.

An der einen Wand hängen Porträts berühmter Musiker, wie Keith Richards, Tom Waits, Van Morrsion und Bob Dylan. An der gegenüberliegenden Wand hängt die Serie der „Schönen Bilder“ mit großen Frauenporträts und Akten. Bei Florian Marschall ist alles „unfarbig“, weil mit Tusche gezeichnet. Genauer gesagt: fein gestrichelt und ausgespart. Schwarz, Weiß und feingraue Zwischentöne sind seine Farbwerte. Weiße „unbezeichnete“ Flächen ergeben erst im Zusammenwirken mit den gezeichneten Partien einen Sinn.

Zwischen all den Menschen hängen Kräuterbilder. Er hat sie schon in einer großen Ausstellung im polnischen Oswiecim gezeigt. Zu ihnen haben sich neue Zeichnungen gesellt: Gräser, die sich sanft im Wind wiegen und in starker Verdichtung etwas Bedrohliches entfalten. Brandneu sind seine Arbeiten aus dem „Katastrophenalbum“. Marschall verlässt die Tuschezeichnung und kehrt zu seinen Wurzeln, der Bleistiftzeichnung, zurück. Zarte Spuren von Farbe künden von einer Neuorientierung.

Die Ausstellung kann am Wochenende 26./27. November von 14 bis 19 Uhr besichtigt werden. (sch)

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