Kinderbuch „Auf Mäusepfoten durchs Dachauer Land“

Mit Kindern den Landkreis Dachau entdecken

In einem Buch können Kinder Wissenswertes über den Dachauer Landkreis erfahren: Andrea Christine Wilfer, Grundschullehrerin in Bergkirchen, hat „Auf Mäusepfoten durchs Dachauer Land“ geschrieben.

DachauZusammen mit der Schulmaus Apollonia Pachomia Theobalda Mayerhofer können Grundschulkinder, zum Beispiel in den kommenden Sommerferien, den Dachauer Landkreis erkunden. Andrea Christine Wilfer, Grundschullehrerin in Bergkirchen, hat ein Buch geschrieben: „Auf Mäusepfoten durchs Dachauer Land“ – und hat damit in Dachau eine echte Marktlücke geschlossen: In 25 Kapiteln können die Kinder Wissenswertes über ihre Heimat erfahren. So können sie nun in den Sommerferien Ausflüge mit den Eltern zu den Sehenswürdigkeiten jeder Gemeinde unternehmen und auch noch Backen und Kochen, denn das Buch beinhaltet auch verschiedene Rezepte. Die Autorin verrät im Interview, wie sie auf die Idee kam und warum die Maus einen so außergewöhnlichen Namen hat.

-Wie kamen Sie auf die Idee, ein Kinderbuch über den Dachauer Landkreis zu schreiben?

Ich habe mich schon immer für Heimatgeschichte interessiert. Als meine eigenen Kinder klein waren, habe ich passende Literatur für Kinder über den Landkreis und die Stadt Dachau vermisst. Da reifte schon allmählich die Idee zu dem Buch. Doch früher fehlte mir einfach die Zeit dazu, meine Idee in die Tat umzusetzen. Vor vier Jahren war ich als mobile Reserve eingesetzt und bin von Schule zu Schule gereist. So hatte ich die Möglichkeit, vor Ort zu recherchieren, und aus der Idee wurde allmählich ein konkretes Projekt.

-Wie verlief dann die Ausgestaltung?

Mit Birgitta Unger-Richter, der Kreisheimatpflegerin des Landkreises, bin ich schon des Öfteren museumspädagogisch tätig gewesen und kenne sie daher gut. Ihr gefiel meine Idee auf Anhieb, und sie hat mich bei der Umsetzung stets unterstützt und motiviert. Mit dem Bayerland Verlag hatte ich auch schnell den richtigen Verlag gefunden, der dann noch die passende Illustratorin vorschlug – Susanne Beier aus Odelzhausen. Sie hat den ganzen Herbst, Winter und Frühling lang gezeichnet, denn das Buch sollte bis Mai 2017 druckfertig sein, und es enthält 50 Illustrationen.

-Was hat es mit dem ungewöhnlichen Namen der Schulmaus auf sich?

Apollonia hieß die Schwester meines Opas, und ich finde diesen Namenwunderbar spannend und außergewöhnlich. Pachomia und Theobalda sind die Namen zweier ehemaliger armen Schulschwestern an der Dachauer Klosterschule, aus der Zeit, als sie noch eine reine Mädchenschule war. Mayerhofer ist einfach ein typischer bayerischer Nachname. Um es den Kindern beim Lesen nicht zu schwer zu machen, wird die Schulmaus im Buch meistens nur „Lina“ genannt.

-Woher stammen die Rezepte im Buch?

Die stammen tatsächlich von mir selbst. In meiner Ausbildung hatte ich an der Universität unter anderem auch das Fach Hauswirtschaftswissenschaften, und ich finde es wichtig, dass die Kinder selbst immer wieder praktisch tätig werden und zusammen mit den Eltern mal etwas kochen oder backen. In den Sommerferien ist für so etwas ja auch endlich mal genügend Zeit.

-Haben Sie ein Lieblingskapitel oder eine Lieblingsgemeinde?

Ich mag das Kapitel über Erdweg sehr gerne, da ich mich gerne an die Gemeinde erinnere, denn ich habe dort mein Referendariat verbracht. In dieser Zeit wurde auch der Museumsverein des Huttermuseums gegründet und es wurde nach einem geeigneten Platz für die Schätze Simon Hutters gesucht. Die jüngste Renovierung des Wirtshauses, bei dem ehrenamtliche Gemeindemitglieder erneut mitgeholfen haben, hat mich sehr beeindruckt.

- Auf welche Schwierigkeiten sind Sie beim Schreiben gestoßen?

Als Lehrerin möchte man den Kindern ja am liebsten in jeder Sekunde etwas Schlaues beibringen. Doch mir war es wichtig, dass die Kinder vor allem auch Spaß am Lesen und Entdecken haben. Also habe ich ganz bewusst zwischen den Kapiteln, in denen die Kinder mit der Schulmaus „Lina“ Neues über eine Gemeinde lernen können, auch Kapitel eingebaut, in denen die Lina wieder in ihre Heimatschule, die Klosterschule, zurückkehrt. Dann backen oder kochen die Mäuse Leckereien, die sie gemeinsam auf Festen verzehren oder sammeln Vorräte für den Winter.

Das Interview führte

Stefanie Ritter

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